Der Jenoptik-Konzern wird rund 10 Mio Euro in die Erweiterung der
Fertigung von optoelektronischen Halbleiterbauelementen (so genannte
Laserbarren) im Technologiepark Berlin-Adlershof investieren. Die
bestehende Produktion hat die Kapazitätsgrenzen erreicht und wird
aufgrund der hohen Kundenzufriedenheit und stark anziehenden Nachfrage,
insbesondere aus Asien, für künftige Projekte sowie für
die voranschreitende Internationalisierung der Sparte Laser &
Materialbearbeitung erweitert. Die Fertigung wird mit modernster
Produktionstechnik ausgestattet und automatisiert und ist auf die
Bearbeitung von 4-Zoll-Wafern ausgelegt. In einem für die
Halbleiterfertigung typischen Prozess werden Gallium-Arsenid-Wafer zu
Hochleistungs-Laserbarren strukturiert und weiterverarbeitet. Anfang
2013 soll die neue Fertigung in Betrieb gehen.
„Mit der Investition bauen wir unsere weltweit führende
Stellung in diesem Marktsegment aus. Zudem erreichen wir
Stückzahlen, die uns neben Skaleneffekten eine hoch automatisierte
und den modernsten Verfahren entsprechende Produktion erlauben“,
so Jenoptik-Chef Dr. Michael Mertin.
Die Nachfrage nach Hochleistungs-Diodenlasern ist in den vergangenen
Jahren vor allem aufgrund neuer Laseranwendungen deutlich gestiegen.
Zunehmend werden Massenmärkte erobert, zum Beispiel bei der
direkten Lasermaterialbearbeitung im industriellen Umfeld und im
Bereich der Medizin/Ästhetik. Als Anregungsquelle werden sie zudem
für moderne Lasertechnologien wie den Scheiben- und Faserlaser
sowie Diode Direkt benötigt, die heute und zukünftig hohe
Wachstumsraten ausweisen. „Wir gehen davon aus, dass unsere
Dioden wesentlichen Trends auf dem Lasermarkt nicht nur folgen sondern
diese auch setzen“, ergänzt Dr. Michael Mertin. Vorteile der
Hochleistungs-Diodenlaser sind vor allem ihr hoher Wirkungsgrad, ihre
kompakte Bauweise und eine niedrige Spannung für den Betrieb. Der
Leistungsbereich der Laser kann variabel an die Anforderungen des
jeweiligen Einsatzgebietes angepasst werden.
Jenoptik zählt zu den führenden Anbietern von
Hochleistungs-Diodenlasern und ist weltweit anerkannter
Qualitätsführer. Hauptaugenmerk legt Jenoptik bei der
Entwicklung und Fertigung der Laser auf eine lange Lebensdauer, eine
exzellente Strahlqualität und hohe Ausgangsleistung sowie auf eine
gleichzeitig effiziente Serienfertigung. Die Laserbarren aus Berlin
sind Grundlage für Hochleistungs-Diodenlaser, die Jenoptik in Jena
entwickelt und fertigt. Darüber hinaus werden die Laserbarren auch
an Kunden weltweit verkauft. Der Konzern verfügt über die
gesamte Technologiekette der Herstellung dieser energieeffizientesten
aller Laserarten. Zum Leistungsspektrum gehört auch der sogenannte
Epitaxie-Prozess, das Aufbringen der optisch aktiven Schichten auf die
GaAs-Substrate.
Seit 2006 ist Jenoptik in Berlin-Adlershof mit einer eigenen Fertigung
präsent. Das optoelektronische Grundlagenmaterial und seine
effiziente Fertigung entwickelt Jenoptik in enger Zusammenarbeit mit
dem Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für
Höchstfrequenztechnik (FBH) in Berlin-Adlershof. Die Jenoptik
Diode Lab war im Februar 2002 als Spin-off aus der engen Kooperation
zwischen Jenoptik und dem FBH hervorgegangen. Das Unternehmen ist ein
Beispiel für erfolgreichen Know-how und Technologietransfer. Im
Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof ist Jenoptik in ein
umfangreiches Netzwerk von Forschungseinrichtungen eingebunden und
profitiert von der unmittelbaren Nähe zum Technologiepartner.
Aktuell hat Jenoptik in Berlin rund 70 Mitarbeiter, im Wesentlichen in
den Sparten Laser & Materialbearbeitung und Optische Systeme. Mit
der Investition wird sich die Mitarbeiterzahl der Jenoptik in Berlin ab
2013 im Rahmen des erwarteten Wachstums erhöhen.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.jenoptik.de/