Ein Zusammenschluss von 18 Europäischen Partnern, u.a. TOPTICA,
Innolume und MMI (Deutschland), Time Bandwidth (Schweiz), M-Squared
Lasers (UK), und den multinationalen Phillips (Deutschland) und Alcatel
Thales (Frankreich) hat gerade ein europäisch gefördertes
Forschungsprojekt im Umfang von 10.1m EUR in einem Zeitraum von vier
Jahren begonnen, um eine neuartige Generation biomedizinischer Laser zu
entwickeln. Zusammen mit universitären Partnern werden unter dem
Akronym FAST-DOT unter der Leitung der Universität Dundee in
Schottland, Halbleiterstrukturen auf Quantenpunktbasis im Zusammenspiel
mit neuen Laser- und Resonatorkonzepten erforscht, um gezielt
Laserquellen für biophotonische Applikationen zu entwickeln. Diese
Laser sollen erheblich kleiner und energie-effizienter sein als heutige
Systeme, und damit auch tragbar und potentiell batterie-betrieben sein.
Sie werden entwickelt für Anwendungen in der Mikroskopie und der
Nanochirurgie, in denen direktes Abbilden, aber auch hochpräzises
Schneiden und gezieltes Therapieren möglich sein sollen.
Für Chirurgen und Biologen bedeutet das, dass sie, bei niedrigeren
Kosten als heute verfügbar, Zugang zu Lasern bekommen mit deutlich
verbesserten Leistungsparametern. Neue und spannende Anwendungsfelder,
insbesondere für die Biomedizin, werden sich ihnen eröffnen.
Von universitärer Seite sind Institute aus Griechenland (FORTH
Heraklion), Spanien (ICFO Barcelona), ORC (Tampere) und
Universitäten aus Darmstadt, Zürich, Glasgow, Sheffield,
Stockholm, Vilnius, Athen und Turin eingebunden.
Prof. Edik Rafailov von der Universität Dundee macht deutlich
"Dieses Projekt wird die Verwendung von Lasern im Feld der Biomedizin
verändern, indem es sowohl den praktischen Ärzten als auch
den Forschern ein westentaschengroßes Hightech-Gerät zu
einem substantiell niedrigeren Einstandspreis in die Hand gibt, und
damit neuartige Anwendungen schnell zu verbreiten hilft."
Die industriellen Partner pflichten bei "Eine sprunghafte Verbesserung
in den Kosten, der Größe und der Robustheit von
ultraschnellen Laserquellen ist für viele Applikationen
unerlässlich. Die Technologien, die innerhalb von FAST-DOT
entwickelt werden, sollen den Übergang dieser Laser vom Labortisch
hin zu den Krankenhäusern erlauben. Wir freuen uns darauf zu
diesen Zielen durch unsere Arbeit an der nächsten Lasergeneration
beitragen zu können.“