PRODUKTINNOVATION
Projektortechnologie
Grüne Diodenlaser für den Einsatz in mobilen Mikroprojektoren

Die gegenwärtige Projektortechnologie basiert noch überwiegend auf LEDs. Sie sind zwar stromsparend, haben jedoch den Nachteil, dass sie keine sehr hellen Bilder erzeugen. Ein von einem Berliner Konsortium unter der Leitung der eagleyard Photonics GmbH entwickelter grüner Laser soll den Einsatz von deutlich hellerem Laserlicht  im Bereich mobiler Mikroprojektoren vorantreiben. Und auch die Firma Corning in den USA arbeitet an einem grünen Laser.

Das Konzept basiert auf einer Galliumarsenid-Laserdiode, deren infrarote Emission von einem frequenzverdoppelnden Kristall in sichtbares grünes Licht umgewandelt wird. Mittels eines Laserchips mit einer präzise an den Kristall angepassten Wellenlänge, der vom Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) entwickelt wurde, ist eine Modulation mit Datenraten von bis zu 450 Mbit/s möglich. Weitere Elemente sind nicht erforderlich. Daher eignet sich das Konzept, aus Sicht von eagleyard, für eine Miniaturisierung und eine spätere kostengünstige Produktion.

Herzstück der Innovation ist der vom FBH konzipierte Laserchip. Der spezielle Entwurf erlaubt die Modulation mit Video-Datenraten und garantiert eine präzise Wellenlänge, die an den Kristall angepasst ist. Darüber hinaus stellt der Laser die benötigten sehr  hohen Ausgangsleistungen zur Verfügung, um eine effiziente Projektorhelligkeit zu erzielen.

Prototypen von Mikroprojektoren, denen dieses innovative Konzept zugrunde liegt, existieren bereits seit 2007. Eine Makteinführung von entsprechend ausgestatteten mobilen Endgeräten, wie zum Beispiel Handys und PDAs, ist für 2009 geplant.

Parallel dazu gibt es in den USA derzeit einen vergleichbaren Ansatz. Auch das US-Unternehmen Corning arbeitet an der Entwicklung von miniaturisierten Laserdioden in der Farbe Grün. Diese zeichnen sich, laut Corning, dadurch aus, dass sie heller als die bislang erprobten roten Laserdioden sind. Mit ihnen sei es möglich, bei einem Projektorvolumen von nur einem Kubikzentimeter eine Lichtleistung von zehn bis 20 Lumen zu erzeugen, womit sich ein Bild von neun bis zwölf Zoll Bilddiagonale projizieren lasse.


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