Für metallische Werkstoffe ist ein steigender Einsatz des
Laserstrahlschweißens zu verzeichnen, da eine hohe
Nahtqualität in Verbindung mit geringer Wärmebelastung der
Bauteile realisiert werden kann. Nicht nur im Karosseriebau findet der
Laser Einsatz, sondern auch Sensorgehäuse und andere hermetisch
dichte Klein- und Druckbehälter werden mit Lasern im
Dauerstrichbetrieb gefügt. Diese erfordern allerdings
Investitionen von mindestens 150 bis 200 T€.
Dagegen sind gepulste Nd:YAG-Lasersysteme mit einer mittleren Leistung
von 100 bis 250 W für 40 bis 80 T€ am Markt verfügbar
und besonders in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) weit
verbreitet. Allerdings unterscheiden sich die mit gepulsten Lasern
geschweißten Nähte von cw-Laserschweißnähten
bezüglich der Nahtgeometrie sowie den mechanischen Eigenschaften.
Daher werden im Rahmen eines neuen von der AiF geförderten
Projekts unter der Leitung des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
geeignete Fertigungsstrategien und Parameter entwickelt und
bereitgestellt, um mit gepulsten Lasersystemen Schweißnähte
zu erzeugen, die den mit Dauerstrichlasern erzeugten
Schweißnähten entsprechen. Durch gezielte Variation der
Parameter werden vergleichbare Eigenschaften hinsichtlich Nahtgeometrie
und Nahtfestigkeit eingestellt. Dafür werden vor allem Pulsform,
Pulsenergie, Pulsüberlappung, Schweißgeschwindigkeit,
Strahlintensität und Art der Vorschubbewegung untersucht.
Nach der Fertigung von Referenzproben mit Dauerstrichlasern erfolgt die
Entwicklung einer Prozessstrategie für Schweißversuche mit
den gepulsten Lasern. Bei den auf diese Weise erzeugten Proben werden
unter anderem die Nahtform und das Gefüge der
Schweißnähte metallographisch untersucht sowie die
mechanischen Eigenschaften durch Zug- und Dauerschwingversuche
ermittelt.
Das im Rahmen dieses Projekts entwickelte Schweißverfahren
besitzt ein großes Nutzungspotential für alle Unternehmen,
die Laserschweißprozesse mit Schweißtiefen bis 2 mm
einsetzen. Besonders Hersteller von Sensoren, Elektrobauteilen und
Behältern können von den Ergebnissen profitieren.
Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de
http://www.lzh.de