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PHOTONICS Interview
Interview mit Dr. Peter Wirth, Executive Chairman of the Board von Rofin-Sinar

Dr. Peter Wirth  ist Executive Chairman of the Board beim Laserspezialisten Rofin-Sinar. Er mag gerne Reisen, klassische Musik, Bücher und Kultur.

1. Das deutsch-amerikanische Unternehmen Rofin-Sinar Technologies Inc. entwickelt, fertigt und vertreibt Laserstrahlquellen und laserbasierte Systemlösungen für die industrielle Materialbearbeitung. Und gehört derzeit weltweit zu den Technologie- und Marktführern auf diesem Gebiet.  Das Unternehmen ist nun schon über 30 Jahre alt und seit etwa 10 Jahren aktiennotiert. Wie lange sind Sie schon bei Rofin Sinar und was machten Sie vorher?

Dr. Peter Wirth: Ich bin seit fast 29 Jahren bei Rofin und habe zuvor bei einer Maschinenbaufirma in Baden-Würtemberg gearbeitet.

2. Rofin-Sinar fuhr jetzt im 1. Quartal 2008 mit einem Umsatzplus von 21 % ein Rekordergebnis ein. Wie verteilt es sich denn auf Macro - und Mikro-Anwendungen und in welchen Ländern haben sie die höchsten Zuwachsraten. Kann der Auftragseingang mit den Zuwachsraten mithalten? Kann man also mit weiteren Steigerungen dieses Jahr rechnen.

Dr. Peter Wirth:Unser Umsatz teilt sich auf in 45% Makro, und 47% in Marking und  Micro, der Rest sind Komponenten. Nach den Marktuntersuchungen spricht eigentlich Nichts gegen weitere Steigerungsmöglichkeiten. Das sehen auch unsere Analysten so.

3. Wie wichtig ist der asiatische Raum und im speziellen China für ihr Unternehmen. China glänzt gerade auch im Bereich Lasertechnologie und Photonics mit einem kräftigen Wachstum.

Dr. Peter Wirth: China ist das Land, in dem wir in den letzten Jahren  das höchste Umsatzwachstum erreicht haben. Viele unserer  Kunden produzieren mittlerweile in China  und deswegen müssen wir natürlich dort mit eigener Firma präsent sein.

4. Wie beugen Sie dem Thema Missbrauch der Intellectual Property in China vor?

Dr. Peter Wirth: Wir arbeiten in China bevorzugt mit eigener Firma und Mitarbeitern, ansonsten sind wir bemüht nur solche Produkte nach China zu liefern, die nicht einfach zu kopieren sind, da sie sehr spezielle Teile von unseren Lieferanten benötigen, die mit uns eine Exklusivvereinbarung geschlossen haben. Dazu versuchen wir, mit unseren Entwicklungen immer einen Tick schneller zu sein.  

5. Seit Jahren sind Sie Mitglied im Fachbeirat der LASER World of PHOTONICS. Was motiviert Sie in Ihrer sicher knapp bemessenen Zeit so ein Amt anzunehmen?

Dr. Peter Wirth: Da ich die Lasermaterialbearbeitung für eine sehr wichtige und in die Zukunft weisende Technologie halte, möchte ich meinen Teil zu einer größeren und schnellen Verbreitung beitragen und die Bedeutung des Lasers für die Fertigung noch mehr betonen. Die  Bedeutung der LASER World of PHOTONICS liegt in ihrer Größe und Fokussierung. Sie zieht damit viele, vor allem ausländische Besucher an.

6. Rofin Sinar ist ein wichtiger Aussteller auf der LASER World of PHOTONICS. Wie sehen Sie die Entwicklung der Messe? Sehen Sie da Vorteile im Vergleich zu anderen Messen?

Dr. Peter Wirth: Ich bin froh, dass sich die Messe in den letzten Jahren immer mehr hin zur industriellen Anwendung orientiert hat und dadurch in der Lage war, neue Besucherkreise  anzusprechen, weiter zu wachsen und an Bedeutung zu gewinnen . Dies liegt sicher im Interesse aller Hersteller von Lasern und optoelektronischen Produkten für den industriellen Einsatz.

7. Sie haben erst kürzlich den Faserhersteller Nufern übernommen. Scheibe, Faser, CO2 - geht Rofin verstärkt in Richtung Faserlaser? Was sind denn eigentlich derzeit die Trendthemen in der Lasertechnologie?

Dr. Peter Wirth:Die Faserlaser sind zur Zeit in aller Munde. Obwohl Sie sicher nicht alle heute möglichen Anwendungen abdecken können, sind wir als einer der führenden Laserhersteller immer bemüht die gesamte Palette an Lasertechnologien zur Materialbearbeitung unseren Kunden zur Verfügung stellen zu  können. Das war auch in der Vergangenheit stets unser Bestreben und wie unser Umsatzwachstum zeigt  hat sich dieses Geschäftsmodell bewährt und entsprechend ausgezahlt.

Wir danken für das Interview.



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