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7 Fragen an Claudia Sixl

Claudia Sixl ist Projektleiterin der Weltleitmesse LASER World of PHOTONICS. Sie mag gerne Reisen, Bücher, Kultur, Salsatanzen und ist begeistert von den faszinierenden Möglichkeiten des natürlichen Rohstoffs Licht. Seit 2001 ist Claudia Sixl Projektleiterin der Weltleitmesse LASER World of PHOTONICS.

Projektleiterin einer Weltleitmesse, das wird man nicht von heute auf Morgen. Da hat man doch sicher schon einige Stationen hinter sich. Wie kam es denn dazu?

Frau Sixl: Meine beruflichen Wurzeln liegen in Medien und Kommunikation. Der Einstieg in die Messewirtschaft war mehr oder weniger zufällig. Begonnen habe ich bei der IMAG, der Auslandstochter der Messe München, und danach war ich einige Jahre im Team der SYSTEMS für unterschiedliche Aufgabengebiete zuständig. Bis ich dann schließlich 2001 die Projektleitung der LASER World of PHOTONICS übernahm. So habe ich nun mittlerweile mehr als ein Jahrzehnt Messeerfahrung und dieses spannende und abwechslungsreiche Feld hat mich bis heute nicht mehr losgelassen.

Nun kann man so eine Messe natürlich nicht alleine auf die Beine stellen. Wie viele Mitarbeiter sind denn daran beteiligt.

Frau Sixl: Wir arbeiten mit einem Kernteam von drei Personen inklusive mir, das ausschließlich für diese Messe und den Kongress zuständig ist. Natürlich wirken für die Messe dann noch sehr viele Kollegen aus Querschnittsbereichen mit, unter anderem für die Bereiche Marketingkommunikation, technischer Ausstellerservice und Messeservice.

Managern bleibt immer weniger Zeit, sich über ständig neue Trends und Technologien zu informieren. Welche Kanäle nutzen Sie, um sich als Projektleiterin der LASER World of PHOTONICS zu informieren und ein anspruchsvolles Messeprogramm auf die Beine zu stellen?

Frau Sixl: Das ist absolut richtig. Bei der Vielfältigkeit der Verantwortlichkeiten als Projektleiterin - über die strategische Ausrichtung der Veranstaltung bis hin zu organisatorischen Details - ist es wichtig, verlässliche Partner und Branchenkontakte zu haben, um sich über die Ausrichtung von Messe und Kongress und die neuesten Entwicklungen in der Photonik austauschen zu können. Daneben sind natürlich auch Fachzeitschriften eine wichtige Informationsquelle.

Selbst Topmessen mussten in letzter Zeit Federn lassen. Die LASER 2007 World of PHOTONICS schloss dagegen mit dem besten Ergebnis seit der Erstveranstaltung im Jahr 1973. Mit über 1000 Ausstellern bewies sie einmal mehr ihren Ruf als Weltleitmesse. Wie erklären sie sich die Steigerung?

Frau Sixl: Schon seit der ersten Veranstaltung der LASER im Jahr 1973 treffen sich alle zwei Jahre die führenden Köpfe der Laser- und Photoniktechnologie in München.
Im Vergleich zu anderen Veranstaltungen, die Rückgänge zu verzeichnen haben, hat diese Messe einen klaren Fokus: eine Fachmesse mit Innovationscharakter und Anwendungsorientierung. Es ist außerdem noch eine der wenigen Messe, auf die die Unternehmen hin entwickeln, um Neues zu präsentieren. Diese wesentlichen Schwerpunkte des Messekonzepts werden auch in unserem Slogan "Light at work" deutlich.

Der Kongress ist bis heute der weltweite Treffpunkt der Wissenschaftselite, auf dem Nobelpreisträger und führende Wissenschaftler auch mit Studenten zusammen treffen.

Messe und Kongress, die die gesamte Bandbreite der Photonik mit allen synergetischen Vorteilen für Aussteller und Besucher zeigen, der Austausch zwischen Grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung mit der Industrie und die ständige Erneuerung analog zur Entwicklung der Laser- und Photonikindustrie gehören zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren.

Noch immer ist die LASER World of PHOTONICS ein Höhepunkt für die Community - sowohl technologisch als auch emotional.


Ab wann ist man denn eigentlich eine sogenannte "Weltleitmesse"?

Frau Sixl: Neben der Quantität, also der Anzahl der Aussteller und Besucher sowie Hallenfläche, zählt vor allem auch die Qualität der Veranstaltung. An eine Weltleitmesse stellt man den Anspruch, dass sie den gesamten Weltmarkt spiegelt, also alle relevanten Marktteilnehmer zusammenkommen. Hier sind aber nicht nur große Key Player gemeint, sondern auch Start-ups und Trendsetter, die den Innovationscharakter der Veranstaltung stärken.

Das veränderte Messekonzept hin zu mehr Anwenderorientierung hat sich 2007 schon ausgezahlt und wird sich voraussichtlich auch für die kommende Messe positiv auswirken. Nimmt doch die Bandbreite der Anwendungen kontinuierlich zu?

Frau Sixl: In vielen Bereichen ist die Anwendung der Optischen Technologien heute bereits Alltag. Andere sind noch in Entwicklung und sicher wird es in einigen Jahren Anwendungsbereiche geben, die wir heute noch nicht kennen. Insofern bin ich überzeugt, daß die LASER World of PHOTONICS mit ihrer Ausrichtung auf dem richtigen Weg ist und weiterhin einen wichtigen Beitrag für Innovationen leisten wird.

Am 18. März 2008 beginnt in Shanghai die LASER. World of PHOTONICS China mit der Sonderveranstaltung "German World of Lasers & Photonics". Der noch junge chinesische Ableger glänzt ebenso mit hervorragenden Zuwachsraten. Wie wichtig ist er denn für die Messe hier im Lande? Und: Sind Sie selbst vor Ort?

Die Auslandsmessen haben für unsere Mutterveranstaltungen hier in München einen mehrfachen Nutzen. Zum einen können unsere Aussteller auch in anderen Ländern von unserer Kompetenz in den einzelnen Branchen, aber auch vom Know-how und Qualitätsanspruch an eine Messeorganisation profitieren. Wir begleiten sie in neue Märkte. Zum zweiten steigern wir in den Ländern, in denen wir unsere Messemarken etabliert haben, auch den Bekanntheitsgrad unserer Messe in München. Wir verzeichnen sowohl auf Aussteller- als auch auf Besucherseite eine positive Rückwirkung auf die LASER World of PHOTONICS in München.

Ich persönlich werde selbstverständlich auch in Shanghai sein, nicht nur weil ich seit Januar diesen Jahres auch für die internationalen Projekte im Bereich der Photonik und Elektronik zuständig bin, sondern weil ich mich auch an anderen Standorten als München als Ansprechpartnerin unserer Kunden sehe.


Danke für das Interview


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