ANALYSE-MäRKTE-TRENDS
SPECTARIS: Wachstumsprognosen klar bestätigt
Industrie für Laser und optische Komponenten rechnet mit Umsatzsteigerung von 9 Prozent

Nach einer aktuellen Branchenprognose wird der Gesamtumsatz der deutschen Industrie für Laser und optische Komponenten von rund 9 Milliarden Euro in 2007 auf etwa 9,7 Milliarden Euro in 2008 steigen. Dies entspricht einem Zuwachs um 9 Prozent. Getragen wird diese positive Einschätzung dabei sowohl vom Inlands-, als auch vom Auslandsgeschäft. Für den Inlandsumsatz rechnen die befragten Unternehmen mit einem Plus von etwa 10 Prozent, was einem Wert von 3,5 Milliarden Euro entsprechen würde. Beim Auslandsgeschäft gehen die Firmen von einem Wachstum von 8 Prozent aus, so dass der Auslandsumsatz auf rund 6,2 Milliarden Euro ansteigen würde. Auch bei der Beschäftigtenzahl wird eine Steigerung erwartet: Mit einem prognostizierten Zuwachs um 3 Prozent läge diese in 2008 bei rund 48.700 Mitarbeitern. Diese Angaben machte SPECTARIS-Geschäftsführer Sven Behrens anlässlich des heutigen Kongresses für Optische Technologien im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin.

In den vergangenen Jahren haben sich die hohen Wachstumsprognosen der Unternehmen weitgehend bestätigt. Darum stimmt auch die Einschätzung für die kommenden Jahre positiv: Im Durchschnitt rechnen die Firmen mit einer jährlichen Wachstumsrate von etwa 10 Prozent. Ausgehend von der aktuellen Lage entspräche dies einem Gesamtumsatz der deutschen Industrie für Laser und optische Komponenten im Jahr 2010 von fast 12 Milliarden Euro. Beachtlich ist auch die Zahl der Beschäftigten, für die ein jährliches Wachstum um 4 Prozent vorausgesagt wird. In 2010 läge demnach die Anzahl der Mitarbeiter bei rund 52.700 Menschen.

Das größte Problem der Branche ist der Fachkräftemangel. Nach einer aktuellen Studie von SPECTARIS und der Personalberatung IFP sehen 64 Prozent der SPECTARIS-Mitglieder den Fachkräftemangel als wichtigste Herausforderung in den nächsten 5-10 Jahren, noch vor der Internationalisierung (32%) und dem Thema Kosten und Investitionen (23%). Dr. Andreas Nitze, stellvertretender Vorsitzender von SPECTARIS: "Um dem Fachkräftemangel bei den Optischen Technologien abzuhelfen, müssen verschiedene Herausforderungen gemeistert werden. Insbesondere gilt es, die Technikbegeisterung zu fördern, die Aus- und Weiterbildung in Deutschland zu verbessern und die Folgen der demographischen Entwicklung weitgehend auszugleichen, einerseits durch die stärkere Einbindung älterer Fachkräfte, andererseits durch erleichterte Zuwanderungsbedingungen und Maßnahmen zur Integration. Schließlich muss die stärkere Einbindung weiblicher Fachkräfte durch geeignete Rahmenbedingungen unterstützt werden."

Laser und optische Komponenten bilden die Basis für die Optischen Technologien mit vielfältigen und bedeutenden Anwendungsmöglichkeiten. So finden Laser etwa in der Produktion, beispielsweise beim Schweißen oder Schneiden, oder auch in der Medizintechnik Anwendung. Der Weltmarkt für Optische Technologien liegt hochgerechnet bei rund 250 Milliarden Euro. Der Produktionsanteil des Standorts Deutschlands beträgt insgesamt 8 Prozent, in Teilbereichen sogar noch deutlich mehr. Bei einem Umsatz von rund 20 Milliarden Euro beschäftigt die deutsche Industrie für Optische Technologien direkt etwa 110.000 Menschen. Als Basis für die Entwicklung und Herstellung der Produkte zahlreicher anderer Industrien beeinflussen die Optischen Technologien über ihre Hebelwirkung darüber hinaus indirekt sogar bis zu 15 Prozent der rund 5,8 Millionen Arbeitsplätze des Verarbeitenden Gewerbes.

Der Deutsche Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien (SPECTARIS) vertritt rund 70 Hersteller von Strahlquellen und optischen Komponenten. Seine überwiegend mittelständischen Mitgliedsunternehmen unterstützt SPECTARIS sowohl durch aktives Branchenmarketing im In- und Ausland, die Vertretung der Brancheninteressen gegenüber der Politik, als auch durch diverse Serviceangebote wie Seminare und der Zulieferung von Branchendaten. SPEC-TARIS ist Mitglied im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).



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