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IPMS - Photovoltaik "made in Europe"
Produktionsanlage für organische LEDs und Photovoltaik "made in Europe"

Das Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) in Dresden ist eines der führenden Forschungszentren im Bereich organischer Materialien und Systeme. Für sein brandneues "Center for Organic Materials and Electronic Devices Dresden" (COMEDD) hat das Fraunhofer IPMS jetzt eine neuartige Anlage zur Herstellung von OLED-Beleuchtungsmodulen und organischen Solarzellen in Auftrag gegeben.

Mit der neuen Anlage plant das Institut die Entwicklung neuartiger organischer Beleuchtungslösungen voranzutreiben. Sie ist weltweit eine der ersten Anlagen dieses Typs für die Herstellung von OLED-Beleuchtungsmodulen und organischen Solarzellen.

Mit der neuen Prozessanlage sowie zwei weiteren Pilotproduktionslinien plant das Fraunhofer IPMS die Beschleunigung der Markteinführung von OLED-Beleuchtungen, organischen Solarzellen und Bauelementen wie OLED-on-CMOS.

Die sächsische Landes- und die Bundesregierung sowie die EU investieren insgesamt 25 Millionen Euro in COMEDD für den Aufbau eines führenden europäischen Zentrums für die Forschung, Entwicklung und Pilotproduktion von organischen Bauelementen auf Basis so genannter kleiner Moleküle (small molecules). Ziel des am 10. September 2007 in Betrieb genommenen Zentrums ist die Stärkung der Industrie für organische Beleuchtung und Photovoltaik in Europa insbesondere im Bereich Produktionstechnik.

Das neue Herstellungssystem, das von Sunic System Ltd., Südkorea, zusammen mit der Aixtron AG geliefert wird, besteht aus Modulen zur thermischen Verdampfung und für die organische Gasphasenabscheidung. Die Trägermaterialien mit einer Nutzfläche von 370 x 470 mm² bestehen aus Glas oder Folien. Die geplante Taktzeit soll drei Minuten betragen, was zu einer Kapazität von rund 13.000 m² pro Jahr führt. Die Anlage nutzt die Ausgangsmaterialien effizient und bietet besondere Flexibilität für verschiedene Substratgrößen und organische Schichtstrukturen.

Neben herkömmlichen anorganischen Leuchtdioden (LEDs) können OLEDs als großflächige Leuchtkörper zukünftig für effiziente Beleuchtungslösungen genutzt werden und öffnen somit neue Wachstumsmärkte. Erste Muster wurden bereits vom Fraunhofer IPMS gefertigt, allerdings muss die derzeitige OLED-Technologie hinsichtlich Herstellungskosten und Integrationsaspekten verbessert werden.

Erst im September 2007 präsentierte das Fraunhofer IPMS eines der weltweit größten OLED-Beleuchtungsmodule basierend auf kleinen Molekülen (SM-OLED). Mit Außenmaßen von 80 x 20 cm² und einer aktiv leuchtenden Fläche von 1.100 cm², unterteilt in vier Lichtelemente, liefert die Leuchte einen Lichtstrom von bis zu 250 Lumen - ein "leuchtendes Beispiel" für die herausragende Kompetenz des COMEDD.

Weitere Informationen unter www.ipms.fraunhofer.de


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