- 4. Leidensdruck mindern
Menschen auf der Suche nach dem Sinn, leiden. Sie leiden an der vermeintlichen eigenen Unzulänglichkeit. Sie leiden an dem Unverständnis sowie dem Druck, der in einer solchen Situation auch noch von außen kommt. Zuerst muss also der Leidensdruck gemindert werden: Mit einfachen Mitteln und Maßnahmen kann oft Raum und Luft für die Führungskraft geschaffen werden. Dies können Vereinbarungen in der Firma sein, wie das Abgeben eines Aufgabengebietes, eine zeitweise Verkürzung der Arbeitszeit etc., und konkrete Maßnahmen in der Familie im Gespräch mit dem/r PartnerIn und eventuell den Kindern.
- 5. Aufräumen ist angesagt
Ist der erste Leidensdruck erst einmal gemindert, können Menschen an sich arbeiten. Im intensiven Einzelcoaching werden alle Lebensbereiche Gesundheit, Freunde, Partner, Familie, Karriere, persönliche Entwicklung und Wünsche beleuchtet. Ebenso wird der spirituelle Aspekt des Sinns des Lebens reflektiert. Diese Phase des „Aufräumens“ und der Klärung ist verbunden mit tiefen Emotionen und Gefühlen. Die Führungskräfte erkennen oft schmerzhaft, dass das eigene Leben völlig in den Hintergrund getreten ist und dass sie primär für andere leben und handeln und dabei persönlich völlig auf der Strecke bleiben!
- 6. Das „Wunschleben“ realistisch gestalten
Es macht wenig Sinn, dass die Führungskraft eine Kündigung schreibt, die Koffer packt und von zu Hause auszieht und alles hinter sich lässt. Hilfreicher ist es, die Aspekte des Lebens, die mit dem Wunschleben zusammenpassen, miteinander in Einklang zu bringen. So kann es sein, dass die Führungskraft über einen längeren Zeitraum immer wieder einen Coach als Unterstützung mit hinzuzieht, um die Realisierung des Erarbeiteten sicherzustellen. Im Regelfall kann damit gerechnet werden, dass ein halbes Jahr nach dem ersten Coaching die Talsohle durchschritten ist und die Führungskraft wieder voll handlungsfähig ist.
- 7. Umsetzung sichern
Wichtig ist die Unterstützung der Firma für die Führungskraft in dieser harten Zeit, ebenso wie die Bereitschaft des Einzelnen, sich der Sinnkrise bewusst zu werden und an einer Lösung zu arbeiten. Auch wenn die Leistung der Führungskraft für gewisse Zeit nur auf halber Flamme brennen wird, es lohnt sich, für Luft und Brennstoff zu sorgen. Davon wird die Firma nicht nur wirtschaftlich profitieren. Die Führungskraft wird eine nie gekannte Zugehörigkeit entwickeln, die auch auf weitere Mitarbeiter aus-strahlt. Denn sie hat erfahren, dass sie nicht nur als „Arbeitsmaschine“ wichtig ist, sondern auch als Mensch. Ebenso wird die Führungskraft als Mensch reifen, die Gesundheit wird sich stabili-sieren und die Familie wird wieder zu einem harmonischen Leben beitragen können. Denn schließlich wollen Sie kein Kurzstreckenläufer sein, dem die Luft aus geht, sondern ein Lang-streckenläufer, ein Dauerbrenner.
Es ist schwer, alleine und ohne professionelle Hilfe aus einer solchen Krise heraus zu kommen. Für die Betroffenen ist es sinnvoll, diese nicht alleine durchzustehen, sondern sich - neben privater Unterstützung durch Gespräche mit der Familie oder im Freundeskreis - auch professionell helfen zu lassen. Doch diese Hilfe muss nicht unbedingt von Außen kommen. Nach der Ausbildung eines Mitarbeiters zum Managementcoach/ Businessconsultant kann dieser kompetent wichtigen und treuen Mitarbeitern helfen, zu neuem Elan und Schwung in ihrer Arbeit zurück zu finden.
Autor Thomas H. Bastian Akademie, Studienakademie für Managementcoaches/Businessconsulter und Fachtherapeuten für Psychotherapie, Franz-Ludwig-Str. 5c, 96047 Bamberg, Tel.: 0951/7002038, Fax: 0951/9230060, Email: info@tba-akademie.de
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