Forschern des Wellman Center for Photomedicine des Massachusetts
General Hospital ist es erstmals gelungen, lebende Zellen dazu zu
bringen, Laser zu erzeugen. Zwar misst der Laser nur 20 Millionstel
Meter, trotzdem ist damit ein Durchbruch gelungen. Als Vorbild dienten
Zellen, die einer Qualle entnommen wurden und ein Licht produzierendes
Enzym absondern können. Die nun entwickelten Zellen geben, wenn
sie schwachem blauen Licht ausgesetzt sind, einen gezielten grünen
Laserstrahl ab.
 |
| Die Zellen geben, wenn sie schwachem blauen Licht ausgesetzt sind, einen gezielten grünen Laserstrahl ab. |
Breite Anwendungspalette
Mögliche Anwendungsgebiete für die Zellen sind
Hightech-Mikroskope und lichtbasierte Therapien. Den Experten gelang es
zum ersten Mal, lebende Zellen dazu bringen, einen Laser zu erzeugen.
Der Schlüssel zu den Forschungen ist das sogenannte Green
Fluorescent Protein (GFP), ein lichterzeugendes Eiweiß, das
ursprünglich bei Quallen gefunden und in der Wissenschaft bereits
ausführlich untersucht wurde.
Die Forscher haben nun Zellen einer menschlichen Niere dazu gebracht,
das GFP zu erzeugen. Die Zellen wurden zwischen zwei Spiegeln
platziert, um sie mit Licht fluten zu können. Werden sie blauem
Licht ausgesetzt, geben die genetisch modifizierten Zellen grünes
Laserlicht ab. Die Zellen werden dabei nicht beschädigt und
bleiben lebendig. Sobald das Protein zerstört werde, heilt sich
die Zelle von alleine, so die Forscher.