Mit "Visible Light Communication" präsentiert das Fraunhofer
Heinrich-Hertz-Institut eine neue breitbandige
Übertragungstechnik. Über handelsübliche LED-Leuchten
werden Datenströme im sichtbaren Licht auf Computer oder andere
kommunikationsfähige Endgeräte übertragen. Die
Bandbreite beträgt 10 bis 100 Mbit/s. Im Labor wurden bereits bis
zu 800 Mbit/s Übertragungskapazität erreicht. Diese
Übertragungstechnik, die die energieeffiziente Elektronik der
LED-Technik nutzt, eignet sich sowohl zum Verteilen breitbandiger
Videoströme als auch für die bidirektionale Kommunikation
– von der Internet-Nutzung bis zur Videokonferenz.
Die optische drahtlose Technologie kann dort eingesetzt werden, wo
Wireless LAN nicht erwünscht ist – zum Beispiel in
Krankenhäusern mittels OP-Leuchten, die häufig
standardmäßig bereits mit LED‘s ausgestattet sind. Die
Nutzung von sichtbarem Licht hat zusätzlich den Vorteil, dass
durch den Lichtkegel die Ver-breitung und Zugänglichkeit von Daten
erkennbar ist. Die Grundlagen für die Visible Light Communication
hat das Fraunhofer HHI gemeinsam mit den Industriepartnern Siemens und
France Telecom Orange Labs im EU-Projekt OMEGA entwickelt.
3D Shape Sensing - Navigation in der minimal-invasiven Chirurgie3D-Shape-Sensing kann die Navigation in der minimal-invasiven Chirurgie
verbessern – durch die Anwendung von fiber Bragg gratings (FBG).
Das sogenannte 3D-Shape-Sensing ist ein neuer Ansatz, der auf zwei
wesent-lichen Basistechnologien beruht, die derzeit im Fraunhofer
Heinrich-Hertz-Institut entwickelt werden. Zum einen stützt sich
der Ansatz auf die Anwendung von fiber Bragg gratings (FBG), die als
Filterstrukturen in jeden optischen Leiter ein-gebracht werden
können. Ein Vorteil des 3D-Shape-Sensing ist, dass die Leiter in
herkömmliche Telekomfasern eingearbeitet werden und nicht wie
sonst üblich in speziell dotierte Fasern zu deutlich höheren
Preisen. Der Leiter und die Fasern werden kombiniert mit
Arrayed-Waveguide-Komponenten (AWG's), die ebenfalls aus der
Telekommunikation bekannt sind und hier für spektrale Auswertungen
verwendet werden. Beide Technologien können hervorragend zu einer
Mess- einheit zusammengeführt werden, die hochkompakt, kosten- und
energieeffizient sowie frei von elektromagnetischen Emissionen ist. Mit
dieser Lösung ist sowohl das Online- als auch das
In-Sito-Monitoring von Temperatur (T<0.1K), Verbiegung
(<25ÎŒm/m) und die Generierung von hochgenauen
3D-Profilen (<1mm) möglich.
Weitere Informationen unter
http://www.hhi.fraunhofer.de/