Wahrscheinlich haben Sie schon lange auf Ihre große Chance
als neue Führungskraft gewartet. In dieser Zeit haben Sie zahlreiche Vorgesetzte
erlebt – kompetente und weniger kompetente, gute und schlechte. Vermutlich haben
Sie auch schon oft darüber nachgedacht, was Sie alles besser machen würden, wenn
man Sie nur ließe. Nun sind Sie endlich an der Reihe! Doch Achtung: in Ihrer
neuen Situation prallen zwei Erwartungen aufeinander: Sie wollen alles besser
machen und Ihre neuen Mitarbeiter, Vorgesetzten und Kollegen erwarten von Ihnen,
dass alles so bleibt, wie bei Ihrem Vorgänger. Wie können Sie mit dieser
Situation am besten umgehen?
- Befreien Sie sich von den Vorstellungen von Führung, die Ihr Vorgänger
vertreten hat. Natürlich ist es gut zu wissen, was für ein Erbe Sie antreten,
jedoch nur um die Erfahrungen und Erwartungen Ihrer zukünftigen Mitarbeiter
besser einschätzen zu können
- Und: Lösen Sie sich von dem Wunsch, alles besser machen zu wollen. Finden
Sie stattdessen Ihren persönlichen Stil und führen Sie authentisch und integer.
Damit machen Sie fast automatisch vieles anders - und manches vielleicht auch
besser
- Nicht nur für Sie ändert sich durch Ihre neue Aufgabe einiges. Auch Ihre
Mitarbeiter müssen sich mit Veränderungen arrangieren. Zum Beispiel mit Ihnen
als neuem Vorgesetzten und Ihrem neuen Führungsstil, möglicherweise auch mit
inhaltlichen Veränderungen und Umstrukturierungen in Ihrer Abteilung. Auch wenn
Änderungen zum Alltag gehören, sollten Sie sich immer wieder in die Lage Ihrer
Mitarbeiter versetzen und ein offenes Ohr für deren Fragen, Sorgen und Bedenken
haben.