Bauteile – etwa für den Werkzeug- und Formenbau –
müssen bislang aufwändig manuell poliert werden. Bald
könnte das automatisiert und damit viel schneller gehen. In der
generativen Fertigung werden direkt aus CAD-Daten Schicht für
Schicht Modelle, Werkzeuge und Endprodukte erzeugt. So können nach
biologischem Vorbild starre und elastische Formen direkt in einem
Bauteil und in einem Fertigungsschritt verwirklicht werden. Fraunhofer
GENERATIV stellt ein auf bionische Weise künstlich gefertigtes
Gliedertier vor, das die Fortbewegung einer Spinne adaptiert.
Darüber hinaus werden ein gedruckter Füllstandsensor aus der
Mikrosystem technik, keramische Prototypen und Herstellmethoden sowie
neue Materialien demonstriert.
Vorgestellt wird außerdem das Fraunhofer-Projekt
»BioRap«, durch das sich künftig komplett
künstliche Organe an einen Kreislauf anbinden und mit
Nährstoffen versorgen lassen. Hierfür wird mit einer neuen
generativen Technologie auf Basis elastischer dreidimensional geformter
Biomaterialien ein Organkomplex präzise aufgebaut, mit dessen
Hilfe der Aderprüfstand die Versorgung solcher Organe
demonstrieren kann.
Wer ein konventionell gefertigtes Hydraulik-Bauteil mit einem
generativen vergleichen möchte oder sich Komponenten von komplexen
Leichtbau-Innengeometrien veranschau - lichen will, sollte ebenso den
Stand besuchen, wie derjenige, der sich über generativ gefertigte
Werkzeugeinsätze für die Blechwarmumformung mit konturnahen
Kühlka nälen in Hybridbauweise oder Elektroden für das
Senkerodieren informieren will. Laser strahlgeschmolzene Einsätze
aus Werkzeugstahl ermöglichen bei diesen Verfahren die Integration
von neuen Funktionen in Ur- und Umformwerkzeuge für die optimierte
Prozessführung.
Ein besonderes Highlight ist die Standparty der Fraunhofer-Gesellschaft
am 29. November 2011 ab 18 Uhr, auf der sich alle Interessierten mit
Experten und Mitarbeitern in legerer Atmosphäre über aktuelle
Themen und Trends austauschen und kennen lernen können.
Fraunhofer GENERATIV bündelt das Know-how von elf Instituten und
bildet die gesamte Prozesskette der generativen Fertigung mit
unterschiedlichen Schwerpunkten ab. Dabei richtet sie sich an Branchen
wie Automobil und Luftfahrt, aber auch Biomedizin- und
Mikrosystemtechnik.
Weitere Informationen unter
http://www.ilt.fraunhofer.de/