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PHOTONICS INTERVIEW
Dr. Markus Besenbeck, Jenoptik
Vom Lieferanten zum Kunden

besenbeck150Die Jenoptik AG ist seit sechs Jahren auf der LASER World of PHOTONICS CHINA vertreten. Das Unternehmen gehört mit der Sparte "Optische Systeme" zu den führenden Herstellern weltweit, die Präzisionsoptiken und Systeme für höchste Qualitätsansprüche fertigen. Dr. Markus Besenbeck ist Leiter Marketing & Business Development der Optical Systems Division.

1. Was wird man von Jenoptik auf der LASER World of PHOTONICS CHINA sehen?
Dr. Markus Besenbeck:
Die Jenoptik-Sparte Optische Systeme wird zur Laser World of Photonics China im März 2012 dem asiatischen Markt die Kompetenzen in strahlformender Optik und Mikrooptik präsentieren. Wir  zeigen verschiedene Optiken und Baugruppen für die Strahlführung und –formung von Laserstrahlen. Branchenschwerpunkte für diese Produkte sind die Märkte für Halbleiterausrüstungen, Flat Panel Display Herstellung und Laserbearbeitungsanlagen. Im Bereich optoelektronische Systeme werden wir insbesondere unsere Digital Imaging-Lösungen ausstellen, aber auch andere Module und integrierte Baugruppen für Anwendungen in Health Care & Life Science, industrieller Sensorik und Machine Vision.
 
Eine zweite Sparte des Jenoptik-Konzerns, Laser & Materialbearbeitung, wird sich dort am Stand ihres chinesischen Distributors Pinnacle Scientific Corporation mit Ihren Kompetenzen im Halbleitermaterial, Diodenlaser und Festkörperlaser präsentieren.  

2. Welche ihrer Produkte sind in Asien besonders gefragt?

Dr. Markus Besenbeck: Asien entwickelt sich nach wie vor rasant - zum Geschäftspartner, Lieferanten und Kunden. Hier werden neue Produkte entwickelt und produziert. Vor allem der Bedarf an modernen Laser-Produktionsanlagen verzeichnet ein starkes Wachstum. Dafür sind leistungsfähige optische Module und –systeme, F-Theta-Objektive und die Bandbreite der diffraktiven und refraktiven Strahlformer und Strahlteiler sowie andere optische Strukturen, beispielsweise Mikrolinsenarrays zur Strahlführung in Laserprojektionssystemen gefragt. Wir sehen allerdings auch viel Nachfrage für hochwertige Optoelektronik und Imaging-Lösungen, die etwa in der Medizintechnik oder der Sensorik eingesetzt werden.

3. Wer sind ihre Kunden in Asien?
Dr. Markus Besenbeck: Die Sparte Optische Systeme bedient in erster Linie industrielle Kunden als OEM-Partner, weniger den Endkundenmarkt. Entsprechend nutzen Hersteller von Fabrikationsanlagen und Geräten unsere Technologien und Produkte. Wir unterhalten Geschäftsbeziehungen mit namhaften Firmen und Marktführern in unseren Zielmärkten. Im Jenoptik-Konzern sind wir auch mit zahlreichen Endprodukten z.B. im Bereich Lasermaschinen und industrielle Messtechnik stark im asiatischen Markt vertreten.

4. Sie sind schon mehrmals Teilnehmer der Messe gewesen. Wie hat sie sich entwickelt über die Jahre?
Dr. Markus Besenbeck: Die Laser World of Photonics China ist etablierte Kommunikationsplattform für Anbieter und Einkäufer weltweit und hat sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt. Als wichtige Ergänzung zur Messe in München schätzen wir sie als eine international anerkannte Fachbesuchermesse, die Maßstäbe für den asiatischen Photonik Markt setzt. Die Messe ist seit sechs Jahren fester Bestandteil unseres Messe- und Tagungsplanes.

5. Jenoptik ist schon lange im Reich der Mitte vertreten. Was produzieren sie in China?

Dr. Markus Besenbeck: Der Jenoptik-Konzern baut seine Geschäfte in China seit mehreren Jahren kontinuierlich aus. Der Standort in Shanghai bildet dabei das Hauptquartier der chinesischen Aktivitäten. Hier werden Produkte z.B für die industrielle Messtechnik kundenspezifisch angepasst und montiert. Unsere Sparte vertreibt seit Anfang des Jahres ihre Produkte über einen eigenen Vertrieb direkt in China. Dies ist für uns ein wichtiger Schritt für die weitere Erschließung des chinesischen Marktes.

6. Wo liegen die Chancen aber auch die Probleme in China?

Dr. Markus Besenbeck: China bietet ein enormes Potenzial nicht nur für den traditionellen Bereich der Beschaffung, wo wir als Jenoptik über eine leistungsfähige Supply Chain verfügen. Auch für lokale Wertschöpfung und als Absatzmarkt ist China sehr attraktiv. Das Land bietet gute Ressourcen und infrastrukturelle Rahmenbedingungen und entwickelt sich technologisch schnell weiter. Leider wird dabei nicht immer das geistige Eigentum westlicher Firmen respektiert.

7. Wie wirken sich die kulturellen Unterschiede auf geschäftlichem Gebiet aus?

Dr. Markus Besenbeck: Natürlich können kulturelle Unterschiede im Geschäftsleben zu Missverständnissen führen, etwa bei der Handhabung von Vertragsmodalitäten. Auch die Kommunikation ist in China stellenweise anspruchsvoller und es dauert allgemein länger, eine gute Geschäftsbeziehung aufzubauen. Als westlicher Geschäftspartner muss man die Besonderheiten verstehen und sich darauf einstellen, wenn man in China erfolgreich sein will. Daher sind wir mit einer eigenen Niederlassung vor Ort.


Mehr Informationen
http://www.jenoptik.com


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 News - 18.05.2013
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