Branchenthemen LASER World of PHOTONICS World of Photonics Congress LASER World of PHOTONICS CHINA LASER World of PHOTONICS INDIA
HOME
FACHTHEMEN
BUSINESS LIFE
Suche in...
 TERMINDATENBANK 
go
Stichwortsuche
in/im
in/im
 nur Highlights
an/am
von - bis
 - 
 KONFERENZPROGRAMM 
go
Stichwortsuche
Suche über Themengebiet
Suche über Konferenz
 
:-) my.world-of-photonics.net
Username 
Passwort 
Passwort vergessen? 
Jetzt registrieren!
i Alles über my.world-of-photonics.net






Mercateo - der Megahändler für Geschäftskunden im Internet

Seite drucken Seite weiterempfehlen  |   English
PRODUKTINNOVATION
Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme
Mikrolinsen für 3D-Endoskope

Chirurgen können dank moderner Endoskope immer häufiger auf große Schnitte verzichten. Für manche Eingriffe sind Instrumente mit einer 3D-Optik unerlässlich. Forscher haben einen speziellen Bildsensor entwickelt, der den Ärzten den perfekten Tiefeneindruck im Körperinneren dank Mikrolinsen ermöglicht.

Vorsichtig führt der Arzt das Endoskop durch die Nase an die zu operierende Region. Es ist ein kniffliger Eingriff. Bevor er mit der Arbeit beginnen kann, muss sich der Chirurg einen genauen Überblick verschaffen. Wie verlaufen die Blutgefäße, wo genau liegt das Tumorgewebe, wie tief muss der Chirurg in bestimmte Hirnareale vordringen? Dank der Kamera, die in das millimeterdünne Rohr eingebaut ist, sieht der Arzt alle Details gestochen scharf, Tiefeneindruck inklusive – als säße er selbst im Gehirn des Patienten. Medizinern wie etwa Neurochirurgen erleichtert das stereoskopische Sehen mit Hilfe von 3D-Endoskopen ihre Arbeit enorm. Viel zielsicherer navigieren sie durch das Gewebe. Bei Eingriffen unterlaufen weniger Fehler, die Arbeit geht schneller vonstatten.

Den perfekten 3D-Blick ins Innere des Körpers verdanken zukünftig Ärzte den Forschern vom Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS in Duisburg und den Projektpartnern im EU-Projekt »Minisurg«. Während bisher nur CCD-Bildsensoren mit einer geringen Auflösung zur Verfügung standen, ist es jetzt den Wissenschaftlern gelungen, CMOS-Bildsensoren, die beispielsweise auch in Spiegelreflexkameras verbaut sind, für diese Spezialanwendung tauglich zu machen. »Dafür haben wir spezielle Mikrolinsen entwickelt«, erklärt Dr. Sascha Weyers, Projektleiter am IMS. Der Clou liegt im Strukturaufbau der CMOS-Sensoren: Über jeweils zwei Spalten des Sensors, auf denen die Pixel angeordnet sind, ist eine zylindrische Mikrolinse angebracht. Über ein davorliegendes Objektiv fällt das Licht auf die Linsen, die es auf die Pixel bündeln. Die Besonderheit dabei ist, dass das Objektiv zwei Blendenöffnungen hat. »Das ist quasi wie das rechte und das linke Auge«, sagt Weyers. Mit anderen Worten: Zwei Lichtstrahlen fallen auf die Linsen – das Licht des »linken Auges« fällt von links ein und wird auf die rechte Sensorspalte gebündelt, und umgekehrt. Unterhalb der Linsen kreuzen sich die beiden Lichtstrahlen. Das Ergebnis: Wie das Gehirn die Daten vom linken und rechten Auge verarbeitet, erhält der CMOS-Sensor zwei verschiedene Bildinformationen. Eine Software rechnet diese auseinander und verarbeitet sie getrennt. Je nach System bekommt der Arzt dann den dreidimensionalen Eindruck direkt auf dem Bildschirm zu sehen, oder aber er nutzt eine Polarisationsbrille.

Damit die Lichtstrahlen präzise auf den Sensor gebündelt werden, sind spezielle Mikrolinsen notwendig. Vor deren Herstellung berechneten die Fraunhofer-Ingenieure zunächst die optimale Form mit Hilfe von Simulationen. Das war notwendig, um Störfaktoren zu eliminieren. So muss die Linse etwa garantieren, dass rechter und linker Kanal scharf voneinander getrennt sind. Das heißt, dass nicht mehr als fünf Prozent vom einen Lichtstrahl auf den Sensorspalt des anderen Kanals einfallen – die Experten nennen das »Übersprechen«.

Anschließend passten die Forscher die üblichen Herstellungsverfahren für Mikrolinsen an die errechnete Linsenform an. Zudem mussten sie bei der Fertigung der Miniaturkameras bestimmte Anforderungen erfüllen. Mit Erfolg: Der Chip ist so winzig, dass er in ein Rohr von gerade mal 7,5 Millimeter Durchmesser passt. Zusammen mit dem Glasfaserbündel, das als Lichtquelle dient, misst das Endoskop 10 Millimeter im Durchmesser – die perfekte Größe für minimalinvasive Anwendungen in der Chirurgie.

Weitere Informationen unter http://www.fraunhofer.de/


TECHNOLOGIEN
weitere Beiträge ( 87 )  weitere Beiträge ( 87 ) 
Universität Würzburg
Eine neue Art von Laser go
Fraunhofer IPMS
Laser statt Bohrer go
Duke University
Do-it-yourself invisibility with 3-D printing go
NEUES VON MESSEN UND CONGRESS
weitere Beiträge ( 14 )  weitere Beiträge ( 14 ) 
40 Jahrfeier in München
LASER World of PHOTONICS 2013 gibt der Branche Aufwind go
LASER World of PHOTONICS
Ausstellerneuheiten im New Products Guide 2013 go
Messe München
Das Rahmenprogramm der LASER World of PHOTONICS 2013 go
PRODUKTINNOVATION
weitere Beiträge ( 330 )  weitere Beiträge ( 330 ) 
Coherent
Bahnbrechenden Sub-10 fs Laser bei 550 mW go
Trumpf - C1.241
Gebündelte Laserkompetenz - neue Strahlquellen für die Materialbearbeitung go
Rofin - C2.327
WE THINK LASER - neue Produkte aus allen Geschäftsbereichen go
KÖPFE
weitere Beiträge ( 10 )  weitere Beiträge ( 10 ) 
Herbert Walther Award
Jeff Kimble wins 2013 Herbert Walther Award go
SPECTARIS - B2.284
Wenko Süptitz leitet SPECTARIS-Fachverband Photonik + Präzisionstechnik go
TU Dresden
Körperzellen als Laser go
MÄRKTE-TRENDS
weitere Beiträge ( 42 )  weitere Beiträge ( 42 ) 
Photonics Industry Report 2013
Weiterhin starkes Wachstum bis 2020 go
beratungsgruppe wirth + partner
Sonnige Aussichten für junge Ingenieure und Physiker in der Laser-/Optikindustrie go
VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel
Photovoltaik-Maschinenbau erwartet ein weiteres schwieriges Jahr go
PHOTONICS INTERVIEW
Artikel verbergen  Artikel verbergen 
INTERVIEW Dr. Helmut Selbach, Polytec GmbH
Licht in "voller Breite" go
INTERVIEW Prof. Dr. Waidelich
Von der Kongress-Messe zur Messe mit Kongress go
INTERVIEW Dr. Wilhelm Kaenders, Toptica Photonics AG
Innovation, Kreativität und öffentliche Wahrnehmung go
INTERVIEW Claudia Sixl, Projektgruppenleiterin der LASER WORLD of PHOTONICS
Die Weltleitmesse der Photonik wird 40! go
Akad. Oberrat Dr.-Ing. Ingomar Kelbassa
Ressourcen- und Energieeffizienz mit Generativen Fertigungsverfahren go
INTERVIEW: Ms. Wei Sui, CSIG
Höhere Qualität bei geringeren Kosten go
INTERVIEW: Dr. Eckhard Heybrock, VDI
Photonik braucht den Dialog mit der Gesellschaft go
Dr. Markus Besenbeck, Jenoptik
Vom Lieferanten zum Kunden go
Dr. Dirk Berndt , Fraunhofer IFF
Die Vision von der Nullfehlerproduktion go


 News - 21.05.2013
 zurück    top