In einem schlechten Team dominieren Konkurrenzdenken und das
Beharren auf Zuständigkeiten. Lesen Sie, wie Sie den Gemeinschaftsgeist an „Bord“
fördern.
1. Keine
Lieblinge oder Kronprinzen: Vermeiden Sie es, einzelne Teammitglieder
zu bevorzugen. Dabei geht es nicht allein um sichtbare Privilegien, sondern
auch um Aufmerksamkeit und Zuwendung (ständig miteinander essen gehen,
regelmäßiger Plausch auf dem Gang, nur Einzelne duzen usw.). Mitarbeiter
schauen sehr genau hin, ob es „gerecht“ zugeht. Ist das nicht der Fall,
provozieren Sie Neid und Missgunst.
2. Kein
„teile und herrsche“: Kurzfristig erreichen Sie vielleicht
Ihr Ziel, wenn Sie Mitarbeiter gegeneinander ausspielen. Mittelfristig trübt
das das Klima, denn Sie sähen gleichzeitig Misstrauen.
3. Unterschiede
wertschätzen: Menschen sind verschieden. Ein gutes Team profitiert von unterschiedlichen Begabungen
seiner Mitglieder, davon, dass es akribische Systematiker,
Kommunikationstalente, fürsorgliche Harmoniker, Macher, Kreative, Vorsichtige
und Wagemutige gibt. Führen Sie im Bewusstsein, dass jeder einen Beitrag zum
Ganzen leistet und strahlen Sie dieses Bewusstsein deutlich aus – etwa, wenn es
in Sitzungen um Aufgabenverteilungen geht oder wenn Sie im Zweiergespräch über
abwesende Kollegen reden.
4. Auf
eine gesunde Mischung im Team achten: Großunternehmen haben inzwischen eigene
Beauftragte für „Diversity“. Es fördert die Produktivität, wenn Jung und Alt,
Frau und Mann, Erfahrene und Neueinsteiger, Einheimische und Zugewanderte
miteinander arbeiten. Zu viel Gleichförmigkeit erzeugt gleichförmiges Denken,
und das gefährdet ambitionierte Ziele. Außerdem gleichen sich verschiedene
Mentalitäten aus.
5. Konflikte
nicht schwelen lassen: Wir alle wissen, dass Konflikte sich hochschaukeln, wenn
man sie ignoriert. Das heißt nicht, dass Sie die Flöhe husten hören und wegen
jedes hitzigen Wortwechsels eine Mediationssitzung einberufen müssen. Wenn der
Umgangston in der Abteilung jedoch immer gereizter wird, wenn dicke Luft
herrscht oder sich dauerhaft Fraktionen bilden, sollten Sie der Sache auf den
Grund gehen und die Streithähne an einen Tisch holen. Gehen Sie die Sache
beherzt an, statt auszuweichen!
6. Positive
Fehlerkultur: Fehler sind Lernchancen. Nur wer nichts macht, macht auch keine
Fehler. Suchen Sie daher nicht nach Schuldigen, sondern nach neuen Lösungen.
Fragen Sie „Was lernen wir daraus?“ statt „Wer hat das verbockt?“ Und
sanktionieren Sie eher das Vertuschen von Fehlern als das Zugeben von Fehlern.
Nur so kann man gemeinsam wachsen und sich stetig verbessern.