Je konzentrierter wir arbeiten, desto leichter und rascher
gelingt uns eine Aufgabe. Lesen Sie, wie Sie sich noch effektiver Ihrer
Tätigkeit widmen können.
1. Konzentration durch Kontrolle
Wie bei allen geistig-seelischen Leistungsfaktoren im Wesentlichen geht es stets
darum, Erregungs- oder Stresszustände zu kontrollieren. Erregung steigert die
Aufmerksamkeit und bereitet auch die Leistung vor. Schießt die Erregung jedoch
über das richtige Maß hinaus, wirkt dies meist katastrophal: Ein
„Blackout" bei einer wichtigen Präsentation, Stottern beim Vortrag oder
plötzliches Versagen in einem wichtigen sportlichen Wettkampf sind die Folgen.
Je verzweifelter man bemüht ist, seiner Angst Herr zu werden, desto mehr wächst
die Erregung, was die Situation dann in aller Regel noch verschlimmert. Die
gute Nachricht lautet: Wir können wie Vieles im Leben auch die Kontrolle
erlernen bzw. trainieren.
2. Tue, was du tust!
Diese Kontrolle gelingt am besten, wenn Sie einen Fehler vermeiden: Sie leben
noch in der Vergangenheit oder schon fest in der Zukunft. Optimale Lebenspraxis
hingegen verpflichtet nur zu einem Zeitpunkt, dem gegenwärtigen Augenblick, dem
Hier und Jetzt.
Diese Erkenntnis hat ihre Entsprechung in einer großen Weisheit des
Zen-Buddhismus. Sie lautet: Tue, was du tust!
3. Ganz oder gar nicht
Wenn wir ganz bei der Tätigkeit sind, mit der wir uns gerade beschäftigen,
gelingt uns alles viel besser, viel leichter, viel entkrampfter, viel schneller
- mit viel mehr Freude. Dann sind auch plötzlich die abschweifenden, negativen
Gedanken verschwunden - die störenden Gedanken, die die Konzentration erheblich
behindern, die nach anderem schielen und uns verwirren.
Auch wenn das alles nicht immer gelingt, macht uns das (teilweise) Verschwinden
von störenden Gedanken jedes Mal für den Augenblick froh. Es stimmt uns gelöst
und entspannt, gibt Kraft und Ausdauer, schult unsere Konzentration und stärkt
besonders unser Gedächtnis. Damit wir diesen Idealzustand möglichst häufig
erreichen und optimale Leistungen erzielen, gilt es, Leistungshemmnisse als
Störfaktoren rechtzeitig zu erkennen und möglichst auszuschließen.