Es gibt 3 Fragen, die tauchen garantiert in
jedem Vorstellungsgespräch auf. Wir sagen, was diese
Fragen bedeuten und wie man sie richtig beantwortet.
1.
Erzählen Sie uns/mir etwas über sich.
Auf die Aufforderung "Erzählen Sie…" sollte kein Roman vom Tag Ihrer
Geburt bis heute folgen, es geht nicht darum, Ihre Biografie zu präsentieren. Der
Gesprächspartner möchte wissen, ob Sie in der Lage sind, die Eckpunkte
herauszufiltern, welche Eckpunkte dies sind, und was für Sie von Bedeutung ist.
Machen Sie sich auf Unterbrechungen gefasst. Ein Nachhaken mit
"warum?" und "können Sie das erklären?" ist nicht
ungewöhnlich und dient vor allem dazu festzustellen, ob Sie "Ihr
Thema" beherrschen und ob Sie sich nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Was Sie im Vorfeld tun können:
- Schreiben Sie sich einige Tage vor dem Termin wichtige Eckpunkte
auf. Wählen Sie auch solche aus, die aus Sicht des potenziellen Arbeitgebers
wichtig sein könnten.
- Notieren Sie neben jedem Punkt Ihrer endgültigen Liste ein
Stichwort und ein Verb.
- Am Ende simulieren Sie – am besten laut oder idealerweise mit
einem Bekannten, der die Rolle des Interviewers spielt – die Antwort auf die
Aufforderung, ein wenig "von sich zu erzählen".
2.
Warum haben Sie sich bei uns beworben?
Hier geht es in erster Linie darum festzustellen, ob der Bewerber seine
Hausaufgaben gemacht hat. Wenn Sie sich im Vorfeld mit der Firmengeschichte,
der Firmenpolitik, den Leitlinien und der Vision befasst haben (über die
Website, Imagebroschüren, sonstige Publikationen…), können Sie eine Verbindung
zu den Schwerpunkten in Ihrer Qualifikation und Stärken herstellen.
Beispiel: Ein über einhundertjähriges traditionsreiches Unternehmen, das auf
nachhaltige Innovation setzt, ist für Sie der ideale Arbeitgeber, wenn Sie sich
als Forschungsingenieur mit dem Thema Nachhaltigkeit identifizieren. Dass Sie
die ausgeschriebene Aufgabe als interessant erachten, versteht sich von selbst
– sonst hätten Sie sich ja nicht beworben.
Was Sie im Vorfeld tun können:
- Arbeiten Sie alles, was Sie über die Firma bekommen können,
konsequent durch und notieren Sie das, was diese Firma ausmacht.
- Listen Sie die Punkte in Ihrer Person (Stärken, bisherige
Leistungen usw.), die dazu passen.
- Stellen Sie die Verbindung her und skizzieren Sie einen Entwurf
Ihrer Antwort (keine fertigen Sätze aufschreiben).
Übrigens:
Diese Frage wird in vielfältigen Abwandlungen gestellt, zum Beispiel: Warum
sind wir als Unternehmen für Sie interessant? Warum ist Ihrer Meinung unser
Unternehmen der richtige / passende Arbeitgeber für Sie?
3.
Warum denken Sie, die richtige Besetzung für diese Stelle zu sein?
Mit dieser beliebten Stressfrage will der Personaler sehen, wie Sie reagieren. Jetzt
gilt es, Ruhe zu bewahren. Erwähnen Sie Ihre Qualifikation, wichtige Aspekte
Ihres Profils und stellen Sie dabei die Verbindung zu einzelnen Punkten des
ausgeschriebenen Aufgabengebiets her.
Dabei können Sie auch sagen, dass Sie sich durchaus mit der Firmenphilosophie
des Unternehmens identifizieren.
Was Sie im Vorfeld tun können:
- Gehen Sie die Stellenausschreibung systematisch durch und notieren
Sie die einzelnen Punkte des Anforderungsprofils in tabellarischer Form auf der
linken Seite eines Blatts.
- Prüfen Sie bei jedem Punkt, was Sie jeweils zu bieten haben.
- Das Ergebnis Ihres Abgleichs tragen Sie dann jeweils in der
rechten Spalte Ihrer Tabelle ein.
Je mehr Punkte
der Anforderungsliste aus der Anzeige mit einer Entsprechung aus Ihrem
"Kompetenzkonto" versehen sind, desto grösser ist die Chance, dass
der ausgeschriebene Job für Sie in Frage kommt. Dies sollten Sie dann so
präzise und sachlich wie möglich darlegen.