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MäRKTE-TRENDS
Human Ressource
Top Performer erkennen mit Personaldiagnostik

Für Unternehmen ist es von elementarer Bedeu­tung, Führungspotential zu erkennen und gute Nachwuchskräfte zu binden. Lesen Sie, wie die 4 Anwendungsfelder der Personaldiagnostik Ihnen dabei helfen.
 
1. Auswahl von Bewerbern
Der Trend geht vom Arbeitgeber-AC (Assessment-Center ) zum Bewerber-AC. Heute prüfen oft die Bewer­ber mehr die Unternehmen, als umgekehrt. Unternehmen sollten deshalb darauf achten, dass Bewerber ihrerseits ausrei­chend Informationen erhalten und Eindrücke sammeln können. Außer­dem sollten sie immer im Blick haben, dass Bewerber zugleich poten­tielle Kunden sind. Auf der anderen Seite soll­ten Unternehmen ihre Anforderungen genau kennen, damit nicht nur irgendwas geprüft wird. Die Entscheidung, was einge­schätzt werden soll, liegt einzig und allein beim Unterneh­men und nicht dem externen Berater. Handelt es sich um die Neube­setzung einer Stelle, sollte – nach Möglichkeit und um die Akzep­tanz zu erreichen – auch der spätere Vorgesetzte einge­bunden werden. Die besten AC-Ergebnisse helfen nicht, wenn der Vor­gesetzte ein Grummeln im Bauch hat! Dann hilft immer noch ein offenes und faires Feedback als Form der Wertschät­zun.

Ab­schließend noch ein Tipp für Unternehmen: Je höher die Hierar­chie, desto geringer die Akzeptanz für Auswahlver­fahren. Diese reduzieren sich dann häufig auf Interviews sowie Präsentationen und Referenzen.
 
2. Entwicklung von Mitarbeitern
Im Gegensatz zu der Auswahl von Bewerbern, sind hier gleiche Bedingungen weniger wichtig – vielmehr müssen diese bei der Entwicklung von Mitarbeitern sogar individuell angepasst wer­den. Um gezielt zu schulen, werden hier Stärken und Lernfelder in den Blick genommen. Aber Achtung: Zunächst einmal muss auch hier für Ak­zeptanz im Unternehmen gesorgt werden. Ge­rade beim Einsatz von externen Diagnostikern, kann es passie­ren, dass Führungskräfte nachfra­gen „Warum brauchen wir ei­nen externen Dia­gnostiker? Wir kennen doch unsere Mitarbeiter am besten und wissen, was sie brauchen!“

Eine weitere Proble­matik ist, dass in Unternehmen zwar oft diagnostiziert, dann aber nicht konse­quent Personal­entwicklung betrieben wird. Um Frust bei den Mitarbeitern zu vermeiden, muss also unbedingt auf die Umset­zung geachtet werden.
 
3. Nächster Karriereschritt/Beförderung - ja oder nein?

Führungskräfte denken oft, „Wir wissen schon, wer der richtige ist.“ Dabei ist dies aus der Organisation heraus oft gar nicht so eindeutig zu sagen. Auch hier handelt es sich also um ein Ak­zeptanzthema. Damit Mitarbeiter die Ergeb­nisse (vor allem ne­gative) akzeptieren können, müssen die Methoden nicht nur prognostisch aussagekräftig (= wer im Verfahren positive Ergeb­nisse erzielt, erzielt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch im Job gute Ergebnisse), sondern auch augenschein­valide sein (= das Verfahren misst erkennbar, also nach Augenschein, was es vor­gibt zu messen). Diesen Anspruch erfüllen nicht alle Verfahren. 
 
4. Berufliche Ausrichtung
Wo ein Mitarbeiter sich hinentwickeln kann und soll, ist oft weder für ihn selbst noch für seinen Vorgesetzten offensichtlich. Im Ge­gensatz zu den USA werden bei uns in Europa aber Persönlich­keitstests immer noch kritisch betrachtet. Nach dem Motto: „die sind nicht gesichert“ oder „da kann man das Ergebnis fälschen“ ist die Herausforderung, den Beteiligten zu vermitteln, dass eine berufliche Ausrichtung, soll diese erfolgreich verlaufen, immer auch etwas mit Neigungen und Persönlichkeit zu tun hat. An­ders als in einem Personalauswahlprozess sind für einen Klä­rungs- und ggf. Coachingkontext Persönlichkeitstests deshalb unbedingt zu empfehl.en

Autor
Dr. Dirk Volker Seeling und Regina Remy
personal-point GmbH
Bachstraße 6
53115 Bonn
Tel.: 0228/6296969
Email office@personal-point.de 
http://www.personal-point.de


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 News - 26.05.2013
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