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PRAXIS
Management
6 Motivatoren für die "alten Hasen" im Team

Ältere Mitarbeiter sind Fachleute mit langjährigen Erfahrungen. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie die „alten Hasen“ deshalb durch folgende Motivatoren an sich binden und bei Leistungslaune halten.

1. Gleichbehandlung

Die wichtigste Motivation besteht darin, den älteren Mitarbeitern keine Sonderrolle zuzumuten. Ein auch gut gemeinter spezieller Status als „Senior-Profi“ wird leicht als Ausgrenzung und Diskriminierung empfunden.
2. Fairness
Wenn Sie über Gehaltserhöhungen zu entscheiden haben, achten Sie auf strikte Fairness. Auch Ihre jüngeren Mitarbeiter sehen es sehr kritisch, wenn Chefs den älteren Kollegen weniger zukommen lassen mit dem Argument: „Der kann ja ohnehin nicht kündigen in dem Alter.“
3. Förderung
Lassen Sie den älteren Mitarbeitern die gleichen Weiterbildungen zukommen wie den Jüngeren. Vor allem bei technischen Neuerungen ist Wissen schnell überholt. Demnach lohnt sich die Investition in einen 58-Jährigen nicht weniger als in einen 28-Jährigen.
Bieten Sie den Älteren auch die Möglichkeit, mit den jüngeren Kollegen gemeinsam an „Soft Skill“-Seminaren teilzunehmen wie zum Beispiel Kommunikation, Teamtraining, Umgang mit Reklamationen, Verkaufsgespräche und so weiter. So können sie ihre Praxiserfahrungen aus dem eigenen Unternehmen an die Jüngeren weitergeben.
4. Selbstständigkeit
Ältere Mitarbeiter, die sich als zuverlässig und kompetent erwiesen haben, sollten weitgehend selbstständig arbeiten. Vor allem wenn Sie deutlich jünger sind, meiden Sie alles, was als verletzende „Aufsicht“ erlebt werden könnte. Ältere Mitarbeiter, die leider nicht aus sich heraus pflichtbewusst arbeiten, müssen Sie jedoch eng führen und konsequent kontrollieren.
5. Abrufen spezieller Fähigkeiten
Geben Sie den älteren Mitarbeitern die Chance, ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiterzugeben. Es muss jedoch nicht immer der Ältere sein, der in Projekten oder Arbeitsgruppen die Leitung hat. Eventuell kann ein „alter Hase“ einen jüngeren Projektleiter coachen. Auch im Umgang mit schwierigen Kunden oder vor kniffeligen Verhandlungen kann es klug sein, wenn ein „alter Hase“ den jüngeren Kollegen unterstützt.
6. Balance von Beruf und Freizeit
Jüngere Mitarbeiter, vor allem vor der Familienphase, sind oft gerne bereit, bis in den Abend oder sogar in die Nacht hinein zu arbeiten. Ältere Mitarbeiter haben in der Regel auch andere Interessen. Eine ausgewogene „Work-Life-Balance“ führt langfristig zu zufriedeneren und belastbareren Mitarbeitern. Machen Sie deutlich, dass Sie als Vorgesetzter keine Endlosabende mit Überstunden erwarten. Wichtig ist vielmehr, dass Mitarbeiter ihre individuellen und Gruppenziele erreichen. Das sollte in der zur Verfügung stehenden Zeit annähernd zu schaffen sein, ansonsten müssen Sie gemeinsam die festgelegten Ziele überdenken.

Quelle
http://www.ingenieur-verlag.de
 


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 News - 26.05.2013
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