Welche Waren muss ich in welcher Menge auf Lager haben, um kostengünstig zu
arbeiten und um Kundenwünsche zu erfüllen? Wie kann ich meine Liefertreue
verbessert? Ab welchem Punkt in der Produktion fertige ich Produkte individuell
für den Kunden? Derartige Fragenstellungen können Unternehmen oft nur "aus dem
Bauch heraus" beantworten. "Dabei ließen sich bereits durch kleine Maßnahmen
hohe Kosteneinsparungen realisieren, die die Wettbewerbsposition der Unternehmen
nachhaltig verbessern", sagt Jan-Christoph Maaß vom Fraunhofer IML.
Um
die Potenziale in der Supply Chain aufzudecken hat das Fraunhofer-Institut aus
der Erfahrung zahlreicher Projekte eine systematische Vorgehensweise zur
schnellen Identifikation von Verbesserungsmöglichkeiten in der Logistik
entwickelt. Diese Supply-Chain-Potenzialanalyse ist darauf ausgerichtet, mit
einem Aufwand von nur wenigen Tagen gemeinsam mit den Unternehmen die
Lieferkette zu durchleuchten und Stärken und Schwächen zu identifizieren. Darauf
aufbauend wird ein konkreter Plan zum weiteren Vorgehen erstellt. "Durch dieses
schlanke Vorgehen eignet sich die Analyse insbesondere auch für kleine und
mittlere Unternehmen, die erfahren möchten, an welcher Stelle ihrer Supply Chain
die größten Kosteneinsparungen erzielt werden können", ist Maaß
überzeugt.
Da auch die Landesregierungen in Nordrhein-Westfalen und in
anderen Bundesländern die Chancen durch eine Potenzialberatung für kleine und
mittlere Unternehmen erkennen, bieten sie schnelle und unbürokratische
Förderprogramme zur Unterstützung solcher Vorhaben an.