Hochreine Nanopartikel für den Einsatz in der Medizin werden vom
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) gleich zweifach groß
herausgebracht. Zum einen sind Exponate aus dem LZH im neuen Zentrum
Neue Technologien (ZNT) im Deutschen Museum in München zu sehen.
Zum anderen wird 2010 erstmals eine internationale Konferenz zur
Erzeugung hochreiner Nanopartikel unter der Leitung des LZH stattfinden.
Schon Ende November 2009 hat das ZNT im Deutschen Museum mit der
Ausstellung "Nano- und Biotechnologie" seine Tore für die
Öffentlichkeit geöffnet. Die vom LZH ausgestellten
Nanopartikel sind sowohl in einer Flüssigkeit als
Trägermaterial als auch in Kunststoffe eingebettet, die in
medizinischen Implantaten Anwendung finden. "Die Oberfläche der
Implantate ist damit vor Bakterienbewuchs geschützt und
Infektionen wird vorgebeugt.", erklärt Andreas Schwenke,
wissenschaftlicher Mitarbeiter am LZH. „Anders als beim derzeit
diskutierten übermäßigen ‚Nanosilber’ in
Waschmaschinen etc. wird hier die Dosis so fein abgestimmt, dass keine
messbare Freisetzung erfolgt, die Nanopartikel sind sozusagen ein
reiner Oberflächenschutz“.
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Hochreine Nanopartikel, die in einer Flüssigkeit generiert
werden, können in einem medizinischen Implantat einen antibakteriellen
Effekt entfalten Foto: Kris Finn | |
Um die Forschungsergebnisse im Bereich hochreiner Nanopartikel
gebündelt darzustellen, findet nächstes Jahr auch erstmals
die internationale Konferenz ANGEL 2010 vom 29. Juni bis 1. Juli 2010
in Engelberg (Schweiz) statt. ANGEL 2010 steht für „Laser
Ablation and Nanoparticle Generation in Liquids“. Thema ist die
Erzeugung hochreiner Nanopartikel aus beliebigen Feststoffen in
Flüssigkeiten. Die Konferenz wird zusammen mit der European
Optical Society (EOS) vom Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) und der
Universität Tokio organisiert. Koordiniert wird das Programm von
Dr. Stephan Barcikowski vom LZH und Prof. Fumitaka Mafuné von
der Universität Tokio.
Hochrangige eingeladene Sprecher werden über aktuelle
Forschungsergebnisse und Entwicklungstrends berichten und die
Anwendungsfelder Nanomedizin, Optik, Biophotonik und Elektronik
beleuchten. Einreichungen für Vorträge werden bis zum 26.
Februar 2010 angenommen. Außerdem schreiben die Veranstalter
einen Preis für Nachwuchs-Forscher aus. Mehr Informationen dazu
sind über
www.myeos.org/ANGEL2010 erhältlich.
"Wir sind sehr aktiv in diesem Bereich", sagt Barcikowski. "Sowohl
unsere Teilnahme an der Ausstellung in München wie auch an der
Konferenz in der Schweiz zeigen, dass hochreine Nanopartikel einen
hohen Stellenwert am LZH haben."