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MäRKTE-TRENDS
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Mittelfristige Markterholung für Optische Technologien erwartet |
Obwohl die Auswirkungen der
internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise auch für die die Unternehmen der
Optischen Technologien deutlich spürbar sind, geht der Branchenverband
SPECTARIS mittelfristig von Erholung des Marktes aus. Nach der rasanten
Entwicklung in den vergangenen Jahren mit zweistelligen Zuwachsraten musste die
Branche in 2008 einen Umsatzrückgang um rund 2,5 Prozent auf 21,7 Milliarden
Euro verbuchen.
Für das laufende Jahr erwartet der Branchenverband SPECTARIS
weitere Rückgänge – um zehn Prozent im Inland und um 15 Prozent beim Export.
Diese Zahlen gab SPECTARIS-Geschäftsführer Sven Behrens auf der Fachmesse
LASER in München bekannt. Er sei jedoch zuversichtlich, dass die Unternehmen
nach einer Beruhigung der internationalen Finanzmärkte ihren Erfolgskurs fortsetzen
könnten. Voraussetzungen für weiteres zukünftiges Wachstum seien aber auch
intelligente forschungspolitische Rahmenbedingungen und die Lösung des zu
erwartenden Fachkräftemangels.
"Die Krise trifft die Branche nach dem enormen Wachstum der letzten Jahre
auf einem sehr hohen Niveau". Bei dem für 2009 prognostizierten
Umsatzrückgang würde sich der Markt immer noch ungefähr auf dem Niveau von 2006
einpendeln. Im Inland erzielten die rund 1.000 Unternehmen zwar ein leichtes
Plus von knapp zwei Prozent auf 7,3 Milliarden Euro. Dieses Plus wurde aber
durch den deutlich rückläufigen Auslandsumsatz in Höhe von rund vier Prozent
mehr als aufgezehrt. Mit 14,4 Milliarden Euro wurden aber trotz dieses
Rückgangs immer noch zwei Drittel der Umsätze im Ausland erzielt.
Wichtigster
internationaler Absatzmarkt blieb dabei die Europäische Union trotz eines fast
zehn prozentigen Rückganges. Leicht rückläufig (-2,5 Prozent) waren auch die
Exporte nach Nordamerika, während die Ausfuhren nach Asien praktisch auf dem
Vorjahresniveau blieben. Trotz der Einbußen zeichnen sich die Unternehmen durch
ihr hohes Innovationspotenzial aus. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung
gemessen am Umsatz betrugen weiterhin vergleichsweise hohe zehn Prozent.
"Die Optischen Technologien waren auch in 2008 ein Job-Motor", sagte
Behrens und verwies auf die Entwicklung der Mitarbeiterzahl, die um vier
Prozent auf 119.000 anstieg.
"Die Ursachen für die aktuelle Wachstumsschwäche sind nicht
hausgemacht", unterstrich der SPECTARIS-Geschäftsführer. Die Optischen
Technologien seien einer der wichtigsten Wachstums- und Zukunftsbranchen der
deutschen Wirtschaft. Als Schlüssel- und Querschnittstechnologien mit
zahlreichen Anwendungsfeldern, etwa in der Medizintechnik, in der
Automobilindustrie oder im Maschinenbau sei die Branche aber auch anfällig für
branchenübergreifende Krisen. "Auch der hohe Exportanteil ist Chance und
Risiko zugleich", sagte Behrens. Auf den ausländischen Märken habe die
Finanzkrise zum Teil heftiger zugeschlagen als im Inland. Die dadurch
ausgelöste sinkende Nachfrage schwäche das Exportgeschäft.
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