Der mit 15.000 EURO dotierte Kaiser-Friedrich-Forschungspreis geht in
diesem Jahr an eine Kooperation der Halbleitertechnologiegruppe des
Walter Schottky Instituts der TU München und der Siemens AG,
Corporate Technology, Power & Sensor Systems, München.
Mit der weltweit erstmaligen Realisierung einer
spektroskopie-tauglichen GaSb-VCSEL Laserdiode im
Wellenlängenbereich über 2 µm ist das Tor für eine
neue Generation von kompakten und kalibrierfreien Gassensoren
aufgestoßen. Im Wellenlängenbereich von 2-3,3 µm
(mittleres Infrarot) liegen die Absorptionslinien von technologisch,
sicherheitstechnisch und umwelttechnisch relevan-ten Gasen wie
Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Fluorwasserstoff, Methan,
Schwefelwasserstoff etc. Systeme, die in diesem
Wellenlängenbereich arbeiten, haben Bedeutung in der industriellen
Prozesskontrolle und -steuerung, in der Umweltanalytik (Treibhausgase),
Sicherheitstechnik (Branderkennung) und Medizintechnik (erhöhte
NO-Konzentration der Ausatemluft bei Asthma).
Die Forscher A. Bachmann und K. Kashani-Shirazi um Prof. Amann vom
Walter Schottky Institut haben zusammen mit den Kollegen Frau Chen,
Herrn A. Hangauer und Herrn R. Strozda der Siemens AG haben mit ihrer
Arbeit die Grundlage für neue kompakte laserbasierte Gassensoren
geschaffen, die ein breites Anwendungsspektrum haben, kalibrierfrei
sind, ohne Refenzwelle auskommen und durch inhärente
Selbstüberwachung Detektionssicherheit bieten. Dafür erhalten
sie den Kaiser-Friedrich-Forschungspreis 2009.
Der ForschungspreisDer mit 15.000 Euro dotierte Kaiser-Friedrich-Forschungspreis wird
bundesweit alle zwei Jahre für herausragende und anwendungsnahe
Forschung in den Optischen Technologien ausgelobt und seit 2002 im
Rahmen des Innovationsforums Photonik in der Kaiserpfalz zu Goslar
verliehen. Stifter des Preises ist der Goslarer Unternehmer Dr. Jochen
Stöbich, für den die Förderung exzellenter Wissenschaft
das Fundament unternehmerischer Entwicklung und erfolgreicher
Positionierung am Weltmarkt darstellt.
Die siebenköpfige Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft hatte in
diesem Jahr aufgrund der sehr unterschiedlichen Bewerbungen von
überwiegend hohem wissenschaftlichem Niveau drei Arbeiten für
den Forschungspreis nominiert. Am Ende hat sich die Arbeit der
"Münchener" aufgrund ihres hohen Innovationscharakters, der
großen industriellen Bedeutung und des breiten
Anwendungs-spektrums durchgesetzt.
Der Kaiser-Friedrich-Forschungspreis sowie das InnovationsForum
Photonik als Rahmen-programm zur Preisverleihung wird vom
niedersächsischen Kompetenznetz Optische Technologien PhotonicNet
und der TU Clausthal organisiert.