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PRODUKTINNOVATION
Trumpf
Fliegende Optik und aktive Matrize revolutionieren die kombinierte Stanz-Lasertechnik

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Trumpf 
Halle C2, Stand 321

Die neue TruMatic 7000 von Trumpf kann nicht nur laserschneiden, stanzen, umformen, Gewinde formen, entgraten, markieren – also all das, was andere Kombimaschinen auch können. Sondern sie bietet deutlich mehr, beispielsweise größere und höhere Umformungen nach oben und unten. Und sie kann, was sonst keine kann: kratzerfrei arbeiten. Zudem legt die High-End-Anlage von TRUMPF ein nie dagewesenes Tempo vor, dank zusätzlicher X- und Y- Achsen für den Laserschneidkopf.

Diese fliegende Optik bewegt sich überlagernd zu den Achsen des Tisches. Für die Koordination einer solch komplexen Kinematik hat TRUMPF eine CNC-Steuerung entwickelt, für die die Hochleistungs-Steuerung  „IndraMotion MTX“ von Bosch Rexroth mit der antriebsbasierten Bewegungssteuerung „IndraMotion MLD“ kombiniert wurde, um die Vorteile dezentraler Intelligenz voll auszuschöpfen. Während die übergeordnete NC-Steuerung die Hauptbewegungen des Werkstücks direkt regelt, verfährt die antriebsbasierte Motion-Logic den Laserkopf zusätzlich in einem 52-Millimeter-Radius. Die Überlagerung der beiden Bewegungen erhöht das absolute Verfahrtempo deutlich und verkürzt besonders die Bearbeitungszeit filigraner Teile mit komplexen Konturen und vielen Richtungswechseln. Gleichzeitig glättet sie den Bewegungs-ablauf des Maschinentischs und verlagert ruckartige Bewegungen in den Werkzeugkopf mit erheblich geringeren bewegten Massen. Damit arbeitet die Maschine wesentlich ruhiger und schwingungs-freier als bisherige Konzepte.

Die Rexroth-Steuerungen arbeiten mit derselben, international standardisierten Steuerungssoftware. Bei den überlagernden Bewegungen berechnet das System den Schleppfehler im Voraus und führt Feinbearbeitungsschritte bei ruhendem Werkstück aus. Das heißt: Der Tisch muss keine Ecken mehr fahren, bei denen er abbremsen und neu beschleunigen müsste, sondern nimmt immer den kürzesten Weg, während die parallel tätigen Zusatzachsen die Differenz ausgleichen und die filigranen Geometrien ausschneiden. Damit gewährleistet das neue Konzept – bei allem Tempo – eine sehr hohe Präzision. 

Da zudem die Strahlführung neu konzipiert wurde, kann die TruMatic 7000 nun standardmäßig mit einer Brennweite arbeiten. Das heißt: Die Kombimaschine kommt bei allen Blechdicken mit ein und demselben Schneidkopf aus, Zeit raubende Wechselvorgänge entfallen. Ein automatischer Düsenwechsler erledigt zusätzlich das Tauschen der Schneidgas-Düsen. So reduzieren sich die Nebenzeiten, während gleichzeitig die Flexibilität wächst: Der Anwender kann jederzeit jedes Material in jeder Blechdicke und jeder beliebigen Reihenfolge schneiden, auch im mannlosen Mehrschichtbetrieb.

Beim Thema Ausschleusen setzt die TruMatic 7000 ebenfalls neue Maßstäbe. Zum einen können Abfallstücke einfach zerschnitten und über die Lasermatrize, die mit 52 Millimetern nun einen besonders großen Durchmesser hat, entsorgt werden – Zeit raubende Klappenzyklen entfallen somit. Zum anderen trägt auch die neu konstruierte, zweiteilige Laserklappe dazu bei, die Ausschleuszeiten zu senken. Sie besteht aus zwei Klappenhälften, die das betreffende Teil, das bis zu 500 mal 500 mm groß sein kann, innerhalb von nur einer Sekunde aus dem Arbeitsbereich hinausbefördern. Die mit Bürstenfeldern ausgestattete Laserklappe der TruMatic 7000 lässt sich zudem ein bis zwei Millimeter anheben, damit das Blech beim Schneiden keinen Kontakt zur Lasermatrize hat. So können sich an der Laserstation keine Kratzer auf der Blechunterseite bilden. Diese Maßnahme ist Teil der kratzerfreien Bearbeitungsstrategie der neuen Stanz-Laser-Kombimaschine.

Wie auch die aktive Matrize, die wie ein zweiter Stanzkopf von unten arbeitet. Sie ist unterhalb des Arbeitsti­sches eingebaut und in der Höhe regulierbar. Wird Blech auf der Ma­schine positioniert oder bewegt, kann sie programmgesteuert abgesenkt werden und be­rührt die Tafel nicht. Somit entste­hen auch beim Stanzen und Umformen keine Kratzer an der Unterseite.

Darüber hinaus bringt die aktive Matrize den Anwendern mehr Spielraum in der Bearbeitung: Dank ihr sind größere und höhere Umformungen mit völlig neuen Werkzeugen möglich. Zudem sind Umformungen nach oben und nach unten in einer Aufspannung machbar. Denn die aktive Matrize ermöglicht einen aktiven Umformhub von unten. Der läuft – im Detail betrachtet – folgen­dermaßen ab: Die Maschine positioniert das Blech, dabei ist die Matrize abgesenkt. Liegt die Tafel an der gewünschten Stelle, fixiert der Stanzkopf das Blech von oben, worauf die Matrize den aktiven Hub von unten aus­führt. Anschließend bewegen sich Stanzkopf und Matrize zurück in die Ausgangsposition, bevor die Tafel neu positioniert wird.

Ein weiterer Vorteil der aktiven Matrize ist, dass das Blech nun immer vollflächig eben auf dem Tisch aufliegt, was bedeutet, dass es näher an den Pratzen bearbeitet werden kann, weil es sich dort nicht mehr wölbt. Das verkleinert den Totbereich und senkt Material­kosten. Zusätzlich vereinfacht die aktive Matrize die Programmierung der Maschine. Denn sie stellt nun keine Störkontur mehr dar, die bei der Berechnung der Positionierbewegung beachtet werden müsste.

Neben den Laser- und Stanzfunktionen der Maschine hat auch die Automatisierung einen Schritt nach vorne gemacht, um der Produktivität der Maschine gewachsen zu sein. Beim Einsatz der Be- und Entladeeinheit SheetMaster, die sich nahtlos in die offene NC-Steuerung einfügt, schneidet und entnimmt die Maschine bis zu vier Teile gleichzeitig. Der SheetMaster verfügt über vier Saugerleisten, die bis 120 Millimeter in Y-Richtung positionierbar sind. Im Zusammenspiel mit dem um 400 Millimeter verfahrbaren Saugerrahmen können diese rechts und links um den Laserkopf positioniert werden. Die Saugerleisten, deren flexibel angeordnete Saugergruppen alle vakuumüberwacht sind, saugen dabei die Teile an, noch bevor sie vom Restgitter getrennt werden. Die letzten Millimeter des Trennschnitts werden bei ruhendem Blech ausgeführt – und die Prozesssicherheit steigt auch bei filigranen Geometrien.


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