Stellen Sie sich vor, Sie möchten als Experte für
Umwelttechnik ein neues Geschäftsfeld in der Wasseranalytik etablieren. Ihr
Unternehmen hat einen innovativen Cuvettenlaser entwickelt und Sie haben den
Auftrag, den Markteintritt vorzubereiten und erste Kunden zu gewinnen. Die
Markteinführung zeigte erste Erfolge, Sie konnten Referenzkunden gewinnen. Nun
stockt die Nachfrage. Die Produktion will wissen, wie viel Kapazitäten sie für
den Cuvettenlaser einplanen soll.
Risiko 1: Sie unterschätzen die Anlaufzeit!
Um
neue Produkte am Markt zu etablieren, braucht Ihr Unternehmen einen langen
Atem, sowohl finanziell als auch in zeitlicher Hinsicht. Während dieser
Anlaufphase müssen Sie Vertriebsressourcen bereitstellen, ohne dass sofort die
Aufträge ins Haus flattern. Beschließen Sie im Führungskreis, für welchen
Zeitraum Sie wie viel investieren wollen. Überlegen Sie mit allen
Abteilungsleitern, wie Sie bestehende Kontakte ausbauen und neue Kontakte
knüpfen können. Vergleichen Sie die Anlaufphase mit anderen Neueinführungen. Wie
lange hat es gedauert, bis sie eine stabile Auftragslage erzielen konnten? Rechnen
Sie ähnlich lange für Ihr neues Produkt ein. Verdeutlichen Sie intern anhand
von Beispielen aus dem eigenen Unternehmen oder von Partnerfirmen, welche
Investitionen nicht nur in der technischen Entwicklung, sondern auch in der
Vermarktung notwendig sind.
Risiko
2: Ihr
Produkt kommt zu früh auf den Markt
Viele
Unternehmen versuchen, so schnell wie möglich neue Angebote auf den Markt zu
bringen. Nach der technischen Entwicklung unterschätzen sie die Zeit, um ein
Angebot „kundenfähig“ zu machen. Sie verkaufen nicht allein eine Technik,
sondern auch die Bedienbarkeit, die Zuverlässigkeit, ein Servicekonzept, die
Integration in die Prozesskette beim Kunden und vieles mehr.
Machen Sie es besser: Bevor Sie ein Produkt auf den Markt bringen, erstellen
Sie ein Konzept, wie Kunden dank Ihrer Technologie in allen Phasen der Nutzung
von der Anschaffung bis zur Entsorgung einen Mehrwert bekommen. „Zu früh
am Markt“ kann auch heißen, dass die gesetzlichen und wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen noch ungünstig sind. Beispielsweise können Firmen ihre
Investitionen auf Eis legen, solange eine geplante umstrittene Umweltrichtlinie
noch nicht endgültig verabschiedet ist.
Lesen Sie auf der nächsten Seite über Zielgruppen, Aquise und Bestandskunden!