Viele Chefs und Vorgesetzte verstehen unter Feedback nur eine
Kombination aus Lob und Kritik, nach dem Motto „Das war
gut“ und „Das war schlecht“. Doch nur konstruktive
Rückmeldungen motivieren.
- Kein Feedback, wenn es schlecht läuft
Nehmen Sie
Ihre Teammitglieder ernst und freuen Sie sich ehrlich mit ihnen
über Erfolge. Versuchen Sie, Ihren Mitarbeiter aber auch dann
wahrzunehmen, wenn es nicht so gut läuft. Gerade in dieser
Situation werden Sie besonders gebraucht. - Pauschalisierungen beim Feedback
Pauschalisierungen
sind der größte Fehler beim Feedback. Sagen Sie ganz
konkret, was Sie stört (und auch, was Sie freut), etwa:
„Leider sind Ihre Vorschläge sehr ungenau, so dass unsere Kunden nicht damit zurechtkommen.“
Denn
wenn Sie mit „Sie haben keine Ahnung von diesem Thema“ oder
„Dieses Projekt ist schlecht gelaufen“ kritisieren, wird
Ihr Gesprächspartner sofort auf Abwehr gehen und Ihnen nicht mehr
zuhören. - Vermutungen beim Feedback
Vorgesetzte
geben Vermutungen gerne als sachliche Argumente aus, die dann wie eine
Unterstellung wirken. Die Reaktion: Ihr Mitarbeiter verteidigt sich.
Machen Sie Vermutungen als solche kenntlich und stellen Sie sie
nicht als Wahrheit oder Objektivität dar.
Sagen Sie: „Ich
vermute, Sie fühlen sich manchmal überfordert, weil Sie zum
1. Mal ein solch großes Projekt leiten.“ - Drohungen beim Feedback
Machen
Sie Ihren Mitarbeitern das Ziel klar, auf das sie Hinarbeiten, und
zeigen Sie sowohl positive wie negative Folgen auf: „Ich habe
vor, Sie für den nächsten Großauftrag einzusetzen, wenn
Sie das hier erfolgreich abschließen.“
Lassen Sie sich
allerdings nicht zu Drohungen hinreißen. Ihr Mitarbeiter wird
dann unter Angst weiterarbeiten oder einfach dichtmachen. - Spätes Feedback
Führen
Sie ein Feedback-Gespräch gleich nach der betreffenden Sitzung
oder dem entscheidenden Projekt. Warten Sie dagegen 1 Tag, wenn die
Emotionen hochgekocht sind. Grundsätzlich sollten Sie erst
positives Feedback geben, dann negatives. So kann Ihr Gegenüber
Punkte, die für ihn unangenehm sind, offener aufnehmen.
Mitarbeiter, die Sie gut kennen, und solche, die schon lange bei Ihnen
sind, durchschauen die Gesprächsführung „Erst positiv,
dann negativ“. Daher: Variieren Sie!
Tipp: Geben Sie so oft wie möglich Feedback, damit es zu einem
ganz selbstverständlichen Führungsinstrument wird. Dieses
braucht dann kein Mitarbeiter zu fürchten, sondern alle
können damit wachsen.
Quelle
Fachverlag für Recht und Führung
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