Die Eigenschaften von Scherschneidwerkzeugen können deutlich
verbessert werden, wenn harte Keramikpartikeln in den Grundwerkstoff
eingebracht werden. Dieses ist mit Lasertechnik möglich. Die
laserstrahldispergierten Schneidwerkzeuge übertreffen nach
derzeitigem Entwicklungsstand die Verschleißeigenschaften und
Standzeiten von konventionell hergestellten Werkzeugen.
Durch das Laserstrahldispergieren von Keramikpartikeln in den Grundwerkstoff werden die Schneidkanten von Werkzeugen verbessert.
Quelle: Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)Besonders in der Automobilindustrie gewinnt Leichtbau immer mehr an
Bedeutung. Vor dem Hintergrund teurer Ressourcen, steigender
Umweltbelastung und der daraus resultierenden Energieeinsparung kommt
es zum verstärkten Einsatz von Blechen aus Leichtbaumaterialien
wie Aluminiumlegierungen und hochfesten Stahlwerkstoffen. Allerdings
ist das Schneiden dieser Werkstoffe mit konventionellen Werkzeugen mit
erhöhtem Werkzeugverschleiß und dadurch mit verminderter
Standmenge bzw. -zeit verbunden. Neben den somit steigenden Kosten
für Werkzeuge erhöht sich die Anzahl von Werkzeugwechseln mit
den entsprechend verbundenen Produktionsausfallzeiten.
Daher hatte ein Forschungsprojekt am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
das Ziel, die Eigenschaften von Scherschneidwerkzeugen zu verbessern.
Der Ansatz dieses Projektes war, harte Keramikpartikeln (ZrO2) durch
das Laserstrahldispergieren in den Werkzeuggrundwerkstoff einzubringen.
Beim Dispergieren mit einem Nd:YAG-Laser konnte die
Hartstoffauflösung vermieden und eine homogene Verteilung der
Keramikpartikel erreicht werden.
Die laserstrahldispergierten Schneidwerkzeuge übertreffen nach
derzeitigem Entwicklungsstand die Verschleißeigenschaften und
Standzeiten von konventionell hergestellten Werkzeugen. Weiterhin
zeigen Ergebnisse der Verschleißuntersuchungen, dass durch die
Erhöhung der Härte im Grundwerkstoff die Standfestigkeit der
Schneidwerkzeuge weiter erhöht werden kann.
Das von der AIF über die Europäische Forschungsgesellschaft
für Blechverarbeitung e.V. (EFB) geförderte Projekt wurde
zusammen mit dem Lehrstuhl für Umform- und Urformtechnik der
Technischen Universität Dresden durchgeführt.
Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de
http://www.lzh.deDas Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des
niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und
Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf
dem Gebiet der Lasertechnik.