Kreissägeblätter für den industriellen Bedarf werden mit
Hartmetallschneiden bestückt, um den Verschleiß zu
verringern und die Lebenszeit zu erhöhen. Die Schneiden werden
konventionell durch Induktionslöten am Stammblatt befestigt, wobei
die hohe thermische Belastung zum Verzug des Sägeblattes
führt. Folglich ist ein aufwändiges Richten meist nötig.
Um dieses Problem zu lösen, wurde ein Forschungsprojekt am Laser
Zentrum Hannover e.V. (LZH) durchgeführt, mit dem Ziel, das
Induktionslöten durch einen lasergestützten Lötprozess
zu ersetzen. Untersuchungen zeigen, dass das Laserlöten eine sehr
begrenzte Energieeinbringung in die Fügezone ermöglicht.
Dadurch kann die Wärmebelastung und der damit verbundene Verzug
des Stammblattes deutlich reduziert werden, so dass ein
nachträgliches Richten des Sägeblattes nicht notwendig ist.
Nicht nur die mechanisch-technologischen Eigenschaften des
Sägeblattes werden verbessert, sondern auch die
Gesamtfertigungskosten verringert. Da die kürzeren Lötzeiten
auch zu einer Erhöhung der Stückzahlen beitragen, kann eine
Zeitersparnis von 33% beim Laserstrahllöten im Vergleich zum
Induktionslöten erzielt werden.
Das Löten der Hartmetallschneiden wurde mit einem Diodenlaser niedriger Leistung (150-200 W) durchgeführt.
Das Forschungsvorhaben wurde in Zusammenarbeit mit der
Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe e.V. in Remscheid
durchgeführt und von der Stiftung Industrie Forschung (SIF) in
Köln gefördert.
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Das Laser Zentrum Hannover e.V.
(LZH) ist eine durch Mittel des niedersächsischen Ministeriums
für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs-
und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.