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ANALYSE-MäRKTE-TRENDS
Raman-Spektroskopie mit Bildanalyse-Verfahren
Mit automatischem Monitor Bakterien schneller identifizieren

In der Luft von Operationssälen oder Reinräumen können Bakterien großen Schaden anrichten. Dort ist es von entscheidender Bedeutung, sie schnell und eindeutig zu identifizieren. Bisher funktionierte dies nur nach einer mehrtägigen Kultivierung auf Nährböden. Im Rahmen des Verbundprojekts „OMIB“ haben Forscher in den vergangenen fünf Jahren die Grundlagen für einen schnellen Vor-Ort-Monitor erforscht , mit dem sich Bakterien  in kürzester Zeit identifizieren lassen.  Das Berliner Unternehmen rap-ID will den automatischen Monitor noch in diesem Jahr auf den Markt bringen.

Bei der Identifizierung von Bakterien, sei es im Bereich des Zivilschutzes oder auch in Umgebungen, die den Anforderungen eines Reinraums genügen müssen, kommt es oftmals darauf an, möglichst schnell über zuverlässige Ergebnisse zu verfügen. Die klassische Mikrobiologie, die mit einer mehrtägigen Kultivierung von Proben in Petrischalen arbeitet, kann hier nicht mithalten. Zwar gibt es mittlerweile auch neuere genetische Methoden, wie zum Beispiel die Polymerase Ketten Reaktion (PCR), die in einer Vervielfältigung von spezifischen vorher ausgewählten DNA-Fragmenten besteht. Für dieses Verfahren ist es jedoch erforderlich, dass die Forscher im Vorfeld der  Analyse wissen müssen, nach welchen Bakterien sie suchen.

Der neuartige automatische Monitor zur Identifizierung von Bakterien zeichnet sich demgegenüber dadurch aus, dass er innerhalb einer Sekunde ein einzelnes, auch bisher unbekanntes Bakterium auf Stammebene charakterisieren kann, ohne dass irgendwelche Vorannahmen erforderlich wären. Ein bislang notwendiger Vervielfältigungsschritt entfällt ebenfalls.

Das Gerät basiert auf einer Kombination der Raman-Spektroskopie mit einem Bildanalyse-Verfahren. Erstere macht sich die Tatsache zunutze, dass jedes Molekül einfallendes Laserlicht in ganz spezifischer Weise streut. Somit erhält man einen unverwechselbaren „molekularen Fingerabdruck“ für jede Mikrobe, die per Mustererkennung ausgewertet wird.

Detaillierter betrachtet besteht das Verfahren darin, dass ein Bakterium per Laserlicht fokussiert wird und der Monitor ein Bild von dem entsprechenden Objekt festhält. Dieses wird mit einem bereits vorhandenen Datenbank-Spektrum verglichen und ist dadurch identifizierbar.

Mögliche Einsatzbereiche des Biopartikel-Explorers wären Krankenhäuser sowie Produktionsstätten für Medikamente, Kosmetika oder Lebensmittel. Auch eine Verwendung im Bereich des Zivilschutzes wäre, nach Angaben der Firma rap ID, denkbar. Hier könnte der Monitor dafür genutzt werden, gefährliche mikrobiologische Kontaminationen frühzeitig zu erkennen. Zudem lassen sich mit Hilfe des Gerätes Reinigungsarbeiten unterschiedlicher  Art besser steuern und kontrollieren

Derzeit sollen noch einige Feinheiten bezüglich der Probenahme an dem Gerät ausgebaut werden. Nach Angaben des Geschäftsführers von rap ID, Dr. Oliver Valet, wird der Monitor aber noch in diesem Jahr zu einem Stückpreis von etwa 150.000 bis 200.000 Euro auf den Markt kommen.
 
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Automatischer Monitor zur Identifizierung von Bakterien.
Copyright: rap-ID



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