Mit seiner neuen TOSA-Serie (Transmitter Optical Sub Assembly) hat
Mitsubishi Electric vier Lasermodule für das 1,3-µm-Band
entwickelt, die für optische Übertragungen mit
Geschwindigkeiten von 10 Gbit/s beziehungsweise 8 Gbit/s ausgelegt
sind.
Jedes einzelne Modul passt in die neue Generation steckbarer SFP+
Module für 8,5 Gbit/s beziehungsweise 10 Gbit/s, das mit
Maßen von 13,3 mm x 13,4 mm x 56,5 mm besonders kleine
Abmessungen aufweist. Im Vergleich zu den steckbaren XFP-Modulen mit
kleinem „Formfaktor“ für 10 Gbit/s weisen die SFP+
konformen Transceiver eine um 60 Prozent geringere Breite sowie eine um
70 Prozent kleinere Länge auf. Die neuen Bauelemente nutzen zur
elektrischen Verbindung zwischen den Modulen und den Transceivern einen
flexiblen Anschluss (FPC, Flexible Printed Circuit). Da dieses FPC 80
Prozent kleiner ist als vergleichbare Lösungen, kann das neue
Modul in SFP+ konformen Transceivern montiert werden, während
gleichzeitig das LC-Aufnahmegehäuse des
10-Gbit/s-Miniaturbausteins (XMD-MSA) beibehalten wird.
Durch die Nutzung von DFB-Laserdioden (DFB-LDs, Distributed Feedback
Laser Diodes), welche zur Übertragung über mittlere und lange
Entfernungen zum Einsatz kommen, sowie von FP-Laserdioden (FP-LDs,
Fabry-Perot Laser Diodes), welche zur Kommunikation über kurze
Distanzen geeignet sind, kommt das neue Produkt mit
Betriebsströmen von lediglich 70 mA aus. Damit ist die
Stromaufnahme 20 Prozent geringer als bei den bisher erhältlichen
Modulen. Dadurch sinkt die Leistungsaufnahme, während gleichzeitig
die Betriebstemperatur um 10 °C auf 90 °C ansteigt.
Mit diesen Eigenschaften ermöglicht die neue TOSA-Serie (FU-456RDF
und FU-466RLD für 10 Gbit/s sowie FU-442RDF und FU-443RLD für
8,5 Gbit/s) von Mitsubishi Electric die Entwicklung kleiner
Transceiver-Systeme. Diese arbeiten mit niedriger Leistungsaufnahme
über einen breiteren Temperaturbereich hinweg, welches wichtige
Eigenschaften sind, um eine hohe Dichte von Glasfaser basierten
Applikationen, wie das Stadtbereichsnetz und das regionale Netz
(sogenannte MANs, Metro Area Networks) oder das Speichernetzwerk
(sogenannte SANs, Storage Area Networks), zu erreichen.