Seit Anfang letzten Jahres ist GreenIT in aller Munde. Viele CIOs
beschäftigen sich zwar mit Teilbereichen von Green IT, haben aber
nur in Ausnahmefällen die Chance, die volle Verantwortung für
das Thema umweltverträgliche IT zu übernehmen. Aus Sicht der
Experton Group sollte ein CIO diese Verantwortung anstreben, da damit
auch der positiv Wertbeitrag der Aktivitäten für das gesamte
Unternehmen reklamiert werden kann.
Eine aktuelle Studie der Experton Group hat ergeben, dass 90% der
IT-Verantwortlichen keine konkreten Kenntnisse über den
Energiebedarf ihrer IT besitzt (vgl. Abbildung 1), wenngleich
praktisch alle IT- und RZ-Leiter durchaus ein gutes
„Gefühl“ dafür haben wollen. „Das Fehlen
dieser Informationen aber ist umso bedauerlicher, da GreenIT ureigene
Aufgabe und Chance der IT-Abteilung ist“, kommentiert Wolfgang
Schwab, Senior Advisor bei der Experton Group. „Wie soll ein
IT-Verantwortlicher Investitionen in GreenIT rechtfertigen, d.h. die
Wirtschaftlichkeit belegen, wenn er nicht verantwortlich ist und ihm
teilweise die rudimentärsten Basisinformationen fehlen?“, so
Schwab weiter.
Um sich als GreenCIO zu positionieren und damit auch die eigene
Position im Unternehmen zu stärken, schlägt Experton Group
folgende Schritte vor:
1. Übernehmen Sie die Verantwortung für alle Umweltbelange der IT.Dazu gehört:
- Energiekosten für den IT-Betrieb und die Klimatisierung
müssen aus dem (entsprechend erweiterten) IT-Budget bezahlt
werden. Entsprechend kommen Verbesserungen auch direkt der IT-Abteilung
zu Gute.
- Ein GreenCIO kennt nicht nur die Energiekosten,
sondern auch die Energiemenge in kWh, sowie den damit verbundenen CO2
Ausstoß!
- Umweltpolitik für die Beschaffung, den
Betrieb und die Entsorgung von IT-Hardware muss maßgeblich von
der IT-Seite getrieben werden und nicht allein dem
Umweltschutzbeauftragten überlassen werden.
2. Nutzen Sie Konsolidierung, Virtualisierung und System Management.Dies sind die wichtigsten Hilfsmittel, um die vorhandene IT-Hardware
einerseits optimal auszulasten und ggf. einzelne Komponenten auch
abzuschalten, wenn diese zur Aufrechterhaltung der angeforderten
IT-Leistung nicht benötigt werden.
3. Greifen Sie innovative Lösungen im Bereich Kühltechnik und Nutzung der Abwärme auf.Die von den IT-Komponenten verbrauchte Energie wird fast direkt in
Wärme umgesetzt und die Abführung dieser Wärme stellt
einen extremen Kostenblock dar.
4. Kommunizieren Sie den Status Quo und die schrittweisen Verbesserungen aktiv in Ihrem Unternehmen!Der konkrekte Energiebedart ist nur wenigen IT-Verantwortlichen bekannt
CIOs, die diesem Vier-Punkte-Plan folgen und die einzelnen Schritte
konsequent umsetzen, werden innerhalb der nächsten 6 bis 12 Monate
einen großen Schritt in Richtung eines echten GreenCIO gehen.
Dabei werden sie nicht nur der Umwelt Gutes tun, sondern vor allem
für das Unternehmen Geld einsparen und die eigene Position
nachhaltig verbessern. „Die derzeitig geführte Diskussion,
ob angesichts von Green IT bzw. der Umweltbelastung durch die
unternehmenseigene IT, der IT-Betrieb nicht besser nach außen
vergeben werden sollte, verliert deutlich an Substanz, wenn der
IT-Verantwortliche ein anerkannter GreenCIO ist, der den Betrieb und
die Strategie optimal an ökonomischen und ökologischen
Anforderungen ausrichtet“, resümiert Schwab.
Um besonders innovative CIOs zu würdigen, hat Experton Group den
GreenCIO Award ins Leben gerufen. Dazu werden Projekte gesucht, die im
Idealfall schon komplett abgeschlossen sind, sich aber mindestens in
der Realisierungsphase befinden. Ferner müssen die Einsparungen im
Energiebereich quantifizierbar sein und eine
Wirtschaftlichkeitsrechnung sollte durchgeführt worden sein.
Interessierte CIOs können sich direkt mit Experton Group per mail
in Verbindung setzen (greenCIO@experton-group.com).
Zum Thema im Internet*
http://www.experton-group.de
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