In der Informationstechnologie steigen die Gehälter so stark wie
seit drei Jahren nicht mehr. Von 2007 auf 2008 erhöhten sich die
Grundgehälter von Führungskräften um 3,2 Prozent und die
der Fachkräfte um 3,5 Prozent. Ein Leiter der
Informationsverarbeitung und Organisation verdient durchschnittlich
140.000 Euro im Jahr. Die Jahresgesamtbezüge eines Leiters des
IT-Managements betragen 125.000 Euro, gefolgt vom Leiter
Anwendungsentwicklung mit 109.000 Euro. Unter den Fachkräften in
der IT bezieht der Security-Manager im Durchschnitt die höchsten
Gesamtbezüge mit 87.000 Euro. Die rangnächsten Plätze
belegen Vertriebsmitarbeiter (83.000 Euro) und Gruppenleiter (80.000
Euro). „Aktuell sind Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt
Mangelware. Um neue Mitarbeiter zu rekrutieren und vorhandene zu
halten, zahlen Unternehmen deutlich höhere Gehälter als noch
in der Vergangenheit“, sagt Christian Näser, Mitglied der
Geschäftsleitung bei Kienbaum.
Variable Vergütung setzt sich durchIn der IT sind variable Vergütungssysteme weiter auf dem
Vormarsch. Während im Vorjahr 78 Prozent der
Führungskräfte und 55 Prozent der Fachkräfte
leistungsbezogen entlohnt wurden, sind es heute 84 beziehungsweise 61
Prozent. „Immer mehr Unternehmen setzen konsequent auf
Vergütungssysteme, die an den Unternehmenserfolg gekoppelt sind.
Denn sie verbessern die Eigensteuerung der Mitarbeiter und erhöhen
ihre Identifikation mit den unternehmerischen Zielsetzungen sowie ihr
Engagement für deren Erreichung“, sagt
Vergütungsexperte Näser. Besonders verbreitet ist eine
derartige Vergütung bei Informationstechnologen in leitender
Position. Durchschnittlich machen die variablen
Vergütungsbestandteile der Führungskräfte 15 Prozent der
Jahresgesamtbezüge aus, bei den Fachkräften sind es neun
Prozent.
Aufgrund der leistungsbezogenen Vergütung variieren die
Gehälter von Mitarbeitern in der IT deutlich. So reicht die Spanne
bei Führungskräften von weniger als 60.000 Euro bis mehr als
200.000 Euro, bei Fachkräften von weniger als 30.000 Euro bis mehr
als 100.000 Euro. „Aufgrund der variablen
Vergütungsbestandteile können leistungsstarke IT-Experten die
Höhe des Jahresgesamtgehalts unmittelbar beeinflussen. Dadurch
ergeben sich derart große Gehälterspannen“, sagt
Näser.
Der Nachwuchs fehltIn der IT-Branche fehlen Nachwuchskräfte. Auch deshalb liegt das
Durchschnittsalter bei 44 Jahren. Die jüngsten Mitarbeiter mit 40
Jahren sind Supporter, User Helpdesk-Spezialisten und IT-Trainer. Ihre
ältesten Kollegen sind IT-Produktionsplaner und -steuerer (49
Jahre). Im Zuge des demografischen Wandels wird es zur Aufgabe
zukunftsorientierter Unternehmen, die Altersstruktur des Personals zu
verjüngen und junge Talente vom Arbeitsmarkt zu rekrutieren.
„Akademikern eröffnen sich derzeit ausgezeichnete berufliche
Perspektiven. Besonders gefragt sind die Spezialisten unter den
Informatik-Absolventen. Sie haben schon während des Studiums
Schwerpunkte gesetzt und können in diesen Bereichen erste
Erfahrungen durch Praktika vorweisen“, sagt Näser.
Die Vergütungsstudie „Führungs- und Fachkräfte in
der Informationstechnologie 2008“ ist zum Preis von 600,- Euro (+
MwSt.) direkt erhältlich bei der
Kienbaum Vergütungsberatung,
Postfach 10 05 52,
51605 Gummersbach,
Fax +49 22 61 703-201
http://www.kienbaum.de