Das Laser Institute of America (LIA) hat den höchsten Preis im
Bereich der Lasertechnik, den Arthur L. Schawlow Award, in diesem Jahr
Herrn Professor Eckhard Beyer, dem Leiter des Fraunhofer-Instituts
für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden und Direktor des
Institutes für Oberflächen- und Fertigungstechnik an der TU
Dresden, zuerkannt. Mit dem Schawlow Award werden die Verdienste von
Persönlichkeiten gewürdigt, die einen herausragenden Beitrag
zur Anwendung von Lasern in Wissenschaft, Industrie oder Bildung
geleistet haben. Namensgeber des Preises ist Professor Arthur L.
Schawlow, der 1981 für seinen Beitrag zur Entwicklung der
Laser-Spektroskopie den Nobelpreis für Physik erhielt.
Prof. Beyer arbeitete nach Physikstudium und Promotion an der TH
Darmstadt zunächst 12 Jahre am Fraunhofer-Institut für
Lasertechnik ILT Aachen. Dort entwickelte er zum Beispiel das Prinzip
der rotierenden Hohlnadel, welches heute weltweit zur Bestimmung der
Eigenschaften eines Laserstrahles eingesetzt wird. Zahlreiche
bedeutende Patente ranken sich um unterschiedliche Möglichkeiten
zur intelligenten Prozesskontrolle beim Laserstrahlschneiden und
-schweißen. 1994 präsentierte Prof. Beyer den ersten
Hybridschweißprozess zum Tiefschweißen. Heute gilt er als
anerkannte Autorität auf diesem Gebiet.
Im Jahr 1997 wurde Prof. Beyer zum Institutsleiter des
Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik in Dresden
gewählt. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Institut zu
einem international bekannten und renommierten Forschungsstandort
für Laser- und Oberflächentechnik. Hervorzuheben sind die
zahlreichen in die industrielle Fertigung überführten
Lasertechnologien und Komponenten, z.B. das Laserstrahlschweißen
von PKW-Antriebskomponenten, das Remote-Schneiden von Airbagmaterial
und Metallfolien sowie das Laserstrahlhärten und
-auftragschweißen.
Seit 2003 ist Prof. Beyer zusätzlich zu seiner Tätigkeit
für das Fraunhofer IWS Direktor des Institutes für
Oberflächen- und Fertigungstechnik an der TU Dresden. Auf diese
Weise bringt er neueste Erkenntnisse aus der Forschung direkt in die
Ausbildung der Studenten ein. In Form von Praktika und Studienarbeiten
können die Studenten direkt in den Forschungsprojekten des IWS
mitarbeiten.
Prof. Beyer kann auf eine mehr als 20 jährige Forschungs- und
Lehrtätigkeit im Bereich der Lasertechnik zurückblicken. Er
wirkte als Präsident des Laser Institute of America LIA und
organisierte und leitete zahlreiche internationale Veranstaltungen zur
Lasertechnik und Anwendung. Als Vorsitzender des Fraunhofer-Verbundes
Oberflächentechnik und Photonik VOP koordiniert er die
Aktivitäten der Fraunhofer-Institute im Laser- und
Oberflächenbereich.
Die seit 1982 jährlich vergebene Auszeichnung kommt damit nun zum
dritten Mal nach Deutschland. 2000 ging die Auszeichnung an Theodor W.
Hänsch und 2004 an Prof. Helmut Hügel. Im Rahmen des
International Congress on Applications of Lasers & Electro-Optics
(ICALEO®) in Temecula, CA, USA wird Prof. Beyer am 22. Okt. 2008
die hochrangige Auszeichnung entgegennehmen.