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PRAXIS
Lebenskraft
3 Tipps zur aktiven Entspannung

Niemand kann ständig nur auf Hochtouren laufen. Wir werden uns auf Dauer nur wohl fühlen und erfolgreich sein, wenn wir auch bei äußerem Druck leistungsfähig und souverän bleiben. Entspannung ist jedoch ein aktiver Prozess, der richtig geplant werden muss.

Die Fabel vom Affen
 
Manche Buddhisten sind wirkliche Meister in der hohen Kunst der Gelassenheit. Sie haben das Wesentliche dieser Tugend in eine kleine Fabel verpackt, die von den Affen erzählt:
 
Bekanntlich sind Affen ja gewitzte Tiere und sie sind schwer zu fangen. Mit einer ganz einfachen Methode ist es jedoch möglich. Man legt ausgehöhlte Kokosnüsse unter die Affenbäume. Darin sind Reiskörner. Die Löcher in den Nüssen sind gerade so groß, dass ein Affe hinein fassen kann. Neugierig wie die Affen sind, fassen sie hinein - und bleiben mit der Pfote stecken. Ihre Gier erlaubt es nicht, die Faust wieder zu öffnen. Sie werden zum leichten Fang - weil sie nicht loslassen können. Geht es uns nicht oftmals, allzu oft ganz genauso? Wir laden uns zuviel auf -können es nicht lassen. Und manchmal staunen wir darüber, wie schnell sich eine Situation ändert, durch schlichtes Durchatmen und Loslassen. Wir haben wenig Probleme damit, loszulassen, was uns nicht viel bedeutet. Aber was uns wichtig ist, halten wir krampfhaft fest: Menschen, Gewohn­heiten, Besitz. Dabei bedeutet Leben Veränderung, das ist ein Naturgesetz. Was wir festhalten, kann sich nicht mehr bewegen, kann nicht mehr fließen. Wir ärgern uns täglich über tausend Sachen? Aber wer sagt denn, dass wir uns wirklich über jede Kleinigkeit ärgern müssen?

Mal angenommen, Sie würden durch die Sahara wandern. Würden Sie unterwegs, wenn Sie an einer Oase vorbeikommen, das Angebot, etwas zu trinken, ausschlagen – nur weil das vielleicht Zeit sparen könnte? Wohl kaum. Denn das wäre alles andere als clever, es wäre dumm. Komisch, aber Viele, die sich für besonders clever halten, die den ganzen Tag Action haben, halten an genau dieser ziemlich paradoxen Überzeugung fest: Pause machen kostet bloß unnötig Zeit. Das Gegenteil ist richtig. Gerade wenn wir besonders beansprucht sind, wäre es so wichtig, mal innezuhalten, um neue Energie zu tanken. Wer nicht regelmäßig regeneriert, büßt einen Großteil seiner Leistungsfähigkeit und vor allem seiner Lust am Tun ein. Kurzfristig geht die nötige Spannkraft verloren, langfristig ist die Gesundheit gefährdet.
 
1. Die Balance zählt
 Wie fast immer im Leben kommt es auf ein gesundes Gleichgewicht an: auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Muße, zwischen Anspannung und Entspannung. Wer entspannt ist, bleibt flexibel. Das kann man wörtlich nehmen. Wer unter Verspannungen im Nacken leidet, kann seinen Kopf nur noch eingeschränkt, eventuell mit Schmerzen, drehen. Auch deshalb beginnen immer mehr Menschen mit Yoga. Selbst ein kurzes Stretching-Programm, regelmäßig durchgeführt, kann wirksam und dauerhaft helfen. Aber Entspannung hat nicht nur unmittelbare körperliche Auswirkungen, auch das Verhalten ändert sich und die Seele regeneriert. Wir sind weniger gespannt, gelöster. Wir denken und arbeiten leichter, flüssiger, müheloser, sind weniger gereizt oder nervös. Wir handeln weniger unüberlegt oder überstürzt. Das Gefühl von Vertrauen und Geborgenheit wächst, die eigene Person und die Umwelt werden weniger bedrohlich wahrgenommen. Wir denken klarer, wodurch oftmals erst eine bessere Problembewältigung möglich ist.
 
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 Aktuell - 05.12.2008
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