Sicher gibt es in Ihrem Umfeld Menschen, die einen fröhlichen
Eindruck machen, obwohl bei genauer Betrachtung ihre Situation nicht
gerade rosig ist. Trotzdem verbreiten diese Menschen gute Laune, wirken
zuversichtlich und sind schnell Mittelpunkt in jeder Gesellschaft.
Und umgekehrt kennt jeder von uns Zeitgenossen, denen es recht gut
geht, die zumindest keine großen Probleme haben, deren Job
sicher, das Konto gefüllt und deren Privatleben in Ordnung ist.
Und dennoch zeichnen diese Menschen sich dadurch aus, dass sie die
reinsten Miesepeter sind. Überall finden Sie ein Haar in der
Suppe, haben an jedem etwas herumzunörgeln und verbreiten eine
Atmosphäre, die zur schnellen Flucht animiert. Woran liegt
das?
Der eine jammert und klagt über Missgeschicke, der andere
beachtet sie einfach nicht. Manche Menschen scheinen von einem
Unglück ins nächste zu tappen. Und dann gibt es solche, die
immer auf die Füße fallen, egal, was sie tun.
Pechvogel oder Glückspilz - ist das vorbestimmt, angeboren
oder antrainiert? Testen Sie einmal, wie es um Ihre Grundeinstellung
steht
- 1. Überraschend haben Sie die Konkurrenz ausgeschaltet und einen großen Auftrag erhalten. Was denken Sie?
- Da ist irgendetwas faul.
- Ich wusste, dass sich es schaffe.
- 2. Ihr Partner ist auffallend aufmerksam und liest Ihnen die Wünsche von den Augen ab.
- Das geht nicht mit rechten Dingen zu - vielleicht betrügt er mich.
- Meine dezenten Hinweise auf einige Missstände waren nicht umsonst.
- 3. Ein Sonderangebot wird Ihnen in einem Geschäft vor der Nase weggeschnappt.
- Die hatten ja überhaupt nur ein einziges Exemplar - das ist Betrug.
- Habe ich mir das Geld gespart; mein Fernseher ist noch gut, einen neuen brauche ich momentan gar nicht.
- 4. Kaum haben Sie die Autowaschanlage verlassen, kommen Sie in einen Platzregen.
- Das passiert immer nur mir - schade ums Geld.
- Gut, dass der Wagen richtig sauber war, sonst hätte er recht ungepflegt ausgesehen.
- 5.
Sie sitzen im Biergarten unter einem ausladenden Kastanienbaum,
genießen Ihr Bier. Plötzlich spüren Sie etwas Feuchtes
auf Ihrem Arm. Ein Vogel hat sich erleichtert.
- Der Tag ist Ihnen vermiest, Sie sind verärgert und schimpfen vor sich hin.
-
Die erinnern sich an Sprichworte, wie „alles Gute kommt von oben"
oder „Sch ... bringt Glück", putzen den Arm ab und
- genießen den Abend.
Die Antworten bringen es an den Tag, wie Sie mit den alltäglichen
Situationen umgehen, ob Sie dem Glück eine Chance geben oder
nicht. Sie sind nicht sehr talentiert für das Glück? Seien
Sie nicht traurig – das lässt sich ändern. Sogar
leichter als Sie annehmen. Glück ist eine Kunst, die sich erlernen
lässt. Und noch eine gute Botschaft: Glück beziehungsweise
die Fähigkeit, Glück zu empfinden, können Sie
trainieren! Allein schon, wenn Sie sich über Ihr Verhalten bewusst
werden, wenn Sie einmal die „Glücksfresser“ in Form
von destruktiven Denkstrukturen erkennen und lernen, anders mit den
großen und kleinen Katastrophen des täglichen Lebens
umzugehen, kommen Sie dem Glück ein gutes Stück näher.
Weder das Glück noch Erfolg fallen vom Himmel. Beide sind das
Ergebnis bewusster Planung und Handlung. Wenn in Ihrem Kopf nicht das
Bewusstsein für Glück vorhanden ist, werden Sie das
Glück nicht einmal erkennen, geschweige denn, es fassen.
Autor
Nikolaus B. Enkelmann
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