Branchenthemen LASER World of PHOTONICS World of Photonics Congress LASER World of PHOTONICS China
HOME
FACHTHEMEN
BUSINESS LIFE
 
Partners  
 Newsletter abonnieren  Newsletter abonnieren

Mercateo - der Megahändler für Geschäftskunden im Internet

Seite drucken Seite weiterempfehlen  |   English
NEWS
European Inventor of the Year 2008
Live aus der Zelle mit dem Lasermikroskop

Die Entdeckung der STED-Mikroskopie erhielt schon 2004 in einem EU-Ideenwettbewerb unter mehr als 250 Projekten die höchste Priorität. 2006 bekam der Erfinder Stefan Hell den "Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation", und dieses Jahr war er einer der drei Finalisten in der Kategorie "Lebenswerk" von Europas wichtigstem Innovationspreis "European Inventor of the Year 2008". Der Preis zeichnet Erfinder und ihre Erfindungen aus, "die innerhalb und außerhalb Europas einen maßgeblichen Beitrag zum technischen Fortschritt und damit zur wirtschaftlichen Stärkung Europas geleistet haben". Er wurde gemeinsam von der Europäischen Kommission und dem Europäischen Patentamt ins Leben gerufen und wird durch eine unabhängige internationale Jury vergeben.

1000-mal dünner als ein Haar
Seit der Erfindung des Mikroskops durch Ernst Abbe im 17. Jahrhundert galt es als unumstößlich, dass Lichtmikroskope niemals Dinge sichtbar machen könnten, die weniger als eine halbe Wellenlänge auseinander liegen. Bei Verwendung von blauem Licht entspräche das einer maximalen Auflösung von rund 200 Nanometern. Die Abteilung NanoBiophotonik am Göttinger MPI hat aber gezeigt, dass in der für die Biologie eminent wichtigen Fluoreszenzmikroskopie die Beugungsgrenze aufgehoben werden kann. Erstes Beispiel dafür war die STED - (Stimulated Emission Depletion) Mikroskopie, die zur Zeit Auflösungen von 50 nm liefert und vor kurzem sogar experimentell 16 nm auflösen konnte - Strukturen, die etwa 1000-mal dünner sind als ein menschliches Haar.

Die STED - Mikroskopie
Möglich wird die größere Auflösung in der STED-Mikroskopie durch eine Verbesserung der bekannten Fluoreszenz-Mikroskopie, bei der ein Laserstrahl Farbstoffmoleküle in der Probe zur Licht-Emission anregt. Die STED-Technik arbeitet dabei mit einem zweiter Laserstrahl, der die Probe unmittelbar nach dem ersten Lichtblitz trifft. Dieser zweite Strahl versetzt die angeregten Farbstoffmoleküle wieder in ihren Ruhezustand (depletion), noch bevor sie begonnen haben, Fluoreszenzlicht auszusenden. Legt man den zweiten Laserstrahl nun ringförmig um den ersten Anregungslaser, beginnen nur noch wenige Moleküle im Laserspot zu leuchten. Durch die kontrollierte Anregung und Entladung am Rand der Laserstrahlen wird der Fluoreszenzeffekt neutralisiert und der Rest bleibt dunkel. So wird die Auflösung der punktweisen Oberflächenabtastung deutlich gesteigert. Die Abstimmung der beiden Laser bestimmt dabei die Größe des Mittelpunktes, und damit die Auflösung.

STED ist dabei eine Variante eines grundlegenden Konzeptes, das die Beugungsgrenze aufhebt, indem es optische Übergänge zwischen zwei Zuständen eines Fluoreszenzmarkers verwendet. Damit können trotz Beugung mit sichtbarem Licht und normalen Objektiven molekulare Auflösungen erzielt werden. Die Erforschung des Potentials dieses Konzepts war zentraler Gegenstand der Arbeiten von Stefan W. Hell. STED gilt als eine Schlüsseltechnologie, die ganz neue Anwendungsfelder in der Biotechnologie und Medizin eröffnen wird.

Live aus der Zelle!
Die STED - Technologie erlaubte bisher nur die Untersuchung toter Zellen. Nun wird die Untersuchung auch auf lebende Zellen übertragen. Unter dem Namen "Nanolive" soll in den kommenden drei Jahren ein Lebendzell-STED-Mikroskops realisiert werden. Dazu sind sowohl neue Mikroskope, als auch neue Fluoreszenzfarbstoffe und fluoreszierende Proteine als Marker nötig. Neben Einzelbildern, wird es dann auch "Videos" aus lebenden Zellen geben, um dynamische Prozesse innerhalb oder zwischen einzelnen Zellen sichtbar zu machen. Vor kurzem "drehte" die Gruppe um Stefan Hell mit einem STED-Mikroskop das erste Live-Video aus einer lebenden Nervenzelle mit 65 Nanometern Auflösung. In Echtzeit waren so erstmals Einblicke in die Prozesse der Signalübertragung zwischen Nervenzellen möglich.


Hintergrund zum "European Inventor of the Year"
Mit dem Innovationspreis "European Inventor of the Year" werden Erfinder und ihre Erfindungen ausgezeichnet, "die innerhalb und außerhalb Europas einen maßgeblichen Beitrag zum technischen Fortschritt und damit zur wirtschaftlichen Stärkung Europas geleistet haben". Der Preis wurde gemeinsam von der Europäischen Kommission und dem Europäischen Patentamt ins Leben gerufen und wird durch eine unabhängige internationale Jury vergeben. Die diesjährige Preisverleihung findet am 6. Mai 2008 im Rahmen des Europäischen Patentforums in Ljubljana, Slowenien, statt. Die Ehrung erfolgt durch den Slowenischen Staatspräsidenten Danilo Türk und die Europäische Patentsamtspräsidentin Alison Brimelow.

Zu Prof. Stefan W. Hell
Prof. Stefan W. Hell, Jahrgang 1962, studierte Physik in Heidelberg. Nach seiner Promotion 1990 in Heidelberg verfolgte er seine Ideen zunächst als "freier Erfinder", schlug dann aber als Postdoktorand am Heidelberger European Molecular Biology Laboratory (EMBL) die wissenschaftliche Karriere ein. Als Leiter der Laser Microscopy Group der Universität Turku, Finnland, entwickelte er das Grundprinzip der STED-Mikroskopie, die er ab 1996 als Nachwuchsgruppenleiter und ab 2002 als Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie weiterentwickelte. Er ist Leiter der Abteilung NanoBiophotonik am Institut. Stefan Hell ist wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und Honorarprofessor für Experimentalphysik an der Georg-August-Universität Göttingen. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den Preis der "International Commission for Optics (ICO)" (2000), den Helmholtz-Preis (2002), den "Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten" (2006) sowie den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis (2008).

Kontakt
Prof. Dr. Stefan W. Hell,
Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie,
Tel. +49 551 201-2500, -2503,
Fax +49 551 201-2505,
E-Mail: shell@gwdg.de




PRODUKTINNOVATION
weitere Beiträge ( 239 )  weitere Beiträge ( 239 ) 
Rofin / Baasel Lasertech
Kompakter Laserbeschrifter ohne externe Kühlung go
Trumpf - 2-D-Laserschneidanlagen
Erste Laserflachbettanlage mit 7-kW-Laser go
Rofin / Baasel Lasertech
Innovatives Bedienkonzept - Joystick-geführter Handschweiß-Laser umschaltbar auf präzises CNC-System go
NEWS
weitere Beiträge ( 196 )  weitere Beiträge ( 196 ) 
Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS
Licht aus Plastik go
Max-Born-Instituts für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie
Präzisere Gehirn-Operationen per Laserstrahl go
Innovationspreis der Berthold Leibinger Stiftung
Ultrakurzpuls-Lasertechnologie in der Großserie gewürdigt go
ANALYSE-MÄRKTE-TRENDS
Artikel verbergen  Artikel verbergen 
Technischen Universität (TU) Braunschweig
Terahertz-Verfahren – eine Technologie mit hohem Zukunftspotenzial go
Dreidimensionale photonische Kristalle
Kristalle und Photonik go
Solar- und Photozellen aus organischen Materialien
Organische Solarzellen machen Herstellungsverfahren kostengünsiger go
PHOTONICS Interview
Bright Outlook for Lasers in Photovoltaics go
Bundesverband Solarwirtschaft e. V (BSW-Solar)
Das internationale Solarwachstum beschleunigt sich go
Dünnschichtmodule
Sonnige Aussichten in der Solarbranche go
Neudefinition des Kilogramms
Hohe Auszeichnung für neues Zeitmaß go
Raman-Spektroskopie mit Bildanalyse-Verfahren
Mit automatischem Monitor Bakterien schneller identifizieren go
Forschungsverbund „Exprimage“
Biophotonische Forschung eröffnet neue Wege in der Krebsdiagnostik go
Spectaris - Wachstum von neun Prozent
Optische Technologien trotz Fachkräftemangel weiterhin auf Wachstumskurs go
CMOS image sensors
Low-cost night vision for everybody’s mobile phone camera? go
TU Darmstadt - Zukunftstechnologie LED
Millionen sparen mit moderner Straßenbeleuchtung go
Bildverarbeitung
Die Augen der Automatisierung go
Beleuchtungstechnik
Displaytechnik: Lichtblicke für deutsche Unternehmen go
Solid Freeform Fabrication - Micro-Rapid-Manufacturing
Enhancement of Micro-Rapid-Manufacturing using reliable production concepts go
Wachstumsmarkt Biophotonik
Photonics4life soll Potenziale der europäischen Biophotonik optimal erschließen go
IMS Research - inverter market
Solar inverter market to grow by 40% in 2008 go
Schweißtechnologie in der Großserienproduktion
Laserschweißverfahren RobScan im Karosseriebau go
Fraunhofer IPM - Cellular Neural Networks (CNN)
Messung und Regelung von hochdynamischen Laserschweißprozessen mit Cellularen Neuronalen Netzen go
Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.
Wunderkind Photovoltaik - mehr Chipherstellung als Automobilproduktion go
Erkennung von Oberflächenstrukturen
Deflektometrie - Messung mit Glanz go
Leitindustrie - Photovoltaik
Großer Markt für Energie aus hauchdünnen Schichten go
iSuppli - preliminary forecast
Silicon shortage prompts strategy changes for photovoltaic industry go
SPECTARIS - Gesucht Personal mit Qualifikation
Optische Technologien - Fachkräftemangel ist wichtigste Herausforderung go
TNO-Studie:
Kabelkanäle beim Bau von Glasfasernetzen langfristig billiger go
Carl Zeiss SMT
Extrem Ultra-Violett -Lithographie für zukünftige Computerchips go
Universität Stuttgart
Neue Fasern für Hochleistungslaser  go
Prognose SPECTARIS
Optische, medizinische und mechatronische Industrie auf Wachstumskurs go
Gastbeitrag von Dr. Rüdiger Paschotta, RP Photonics Consulting
Stab, Scheibe oder Faser - welcher Lasertyp macht das Rennen? go
Marktüberblick Optische Technologien
Chancen für „Made in Germany“ go
SPECTARIS: Wachstumsprognosen klar bestätigt
Industrie für Laser und optische Komponenten rechnet mit Umsatzsteigerung von 9 Prozent go
VDMA
Maschinenbau ist innovativer Vorreiter auch bei optischen Technologien go
"The sky is the only limit"
5,5 Mrd. € Umsatz - Rekordjahr für die deutsche Photovoltaikbranche go
Studie "Photonics in Europe - Economic impact"
"Photonics in Europe" auf Erfolgskurs go
Fiber-to-the-Home to further expand its reach in Asia-Pacific
Fiber-to-the-Home to further expand its reach in Asia-Pacific go
iSuppli - The magic touch
Bi-stable displays, touch screens and miniature projectors gaining momentum go
iSuppli - LCD-TV
Price becomes the critical factor in LCD-TV market go
iSuppli forecasts total LED market
LEDs poised to drive a new lighting revolution go
MMI/ks
Strategies Unlimited - image sensor market passes $6 Billion but the market shares are shifting go
MMI/ks
Medizintechnik ermöglicht bis zu 1,5 Mrd. Euro Einsparung jährlich go
MMI/ks
Large LCD panel suppliers expected to post robust results for Q3 go
MMI/ks
Solarzellenproduktion: Leistung rauf, Kosten runter go
MMI/ks
Strahlquellen und Optische Komponenten wachsen 2007 um 11,5 Prozent go
MMI/ks
Solarmarkt: Ein Boomsektor sorgt für positive Schlagzeilen go
MMI/ks
Bildverarbeitungsindustrie in Deutschland wächst weiter go
MMI/ks
Das Wachstum der Photonikbranche in Zahlen go
MMI/ks
SPECTARIS-Prognose: Deutsche Industrie für Strahlquellen und Optische Komponenten wächst 2007 um 11,5 % go
MMI/ks
Deutschland leuchtet: führende Positionen im Weltmarkt der Photonik-Industrie go
VERANSTALTUNG
weitere Beiträge ( 22 )  weitere Beiträge ( 22 ) 
LASER World of PHOTONICS 2009
„Light at work“ go
bayern photonics e.V. - Kommunikationsforum
Netzwerkarbeit hautnah erleben - Kommunikationsforum "Mitglieder stellen sich vor" go
Kongress Optische Technologien
Messe München führt Technik Show zum Start der Innovationsliga des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch go


LASER. World of Photonics 15. - 18. Juni 2009
World of Photonics Congress 14.-19. Juni 2009
LASER World of Photonics China 17. - 19. März 2009
 Aktuell - 22.11.2008
 zurück    top