„Wenn ein junger Mann ein Mädchen kennen gelernt hat
und ihr sagt, was für ein großartiger Kerl er ist, so ist
das Reklame. Wenn er ihr sagt, wie reizend sie aussieht, so ist das
Werbung. Aber wenn das Mädchen sich für ihn entscheidet, weil
sie von anderen gehört hat, was für ein feiner Kerl er
wäre, dann ist das Public Relations.“Alwin Münchmeyer (1908-90), dt. Kaufmann u. Bankier
Werte wie Glaubwürdigkeit, Sympathie oder Image rücken immer
mehr ins Licht der Öffentlichkeit und sorgen für einen
nachhaltigen Unternehmenserfolg. Diese nach außen zu
kommunizieren ist erklärtes Ziel von Public Relations. Der
Bekanntheitsgrad und die Fachkompetenz geben oft den Ausschlag, ob
Produkte gekauft und Dienstleistungen in Anspruch genommen werden.
„Wir schalten doch Anzeigen, was sollen wir da auch noch
Pressearbeit machen!" hört man gerade bei mittelständischen
Unternehmen allzu oft. Aber mal ehrlich: Glauben Sie wirklich, was so
alles Tag für Tag in der Werbung erzählt wird? Werbung als
Medium – das ist ja durchaus gewollt - überzeichnet,
übertreibt, malt schwarzweiß. Redaktionelle Texte haben dem
gegenüber eine wesentlich höhere Glaubwürdigkeit und
Seriosität. Andere Mittelständler wollen das Geld
für regelmäßige Anzeigen in der Fachpresse einfach
nicht ausgeben. PR ist eine Alternative und verspricht für ein
wesentlich geringeres Entgelt eine dauerhafte Präsenz in den
entscheidenden Medien. Am erfolgreichsten aber ist immer noch ein
gesunder Marketing-Mix, der in allen Bereichen (CI, Werbung und
PR) eine wirklich effektive Kommunikation mit der Öffentlichkeit
verspricht.
Mit einem Konzept steht und fällt der ErfolgEin ausgereiftes Konzept ist für den PR-Erfolg unabdingbar.
Unternehmensanalyse, exakte Definition der PR-Ziele, zeitliches
Erfassen eines PR-Planes, Prioritäten setzen und eine konsequente
Realisierung der Planung hauchen dem Konzept dann schließlich
Leben ein. PR-Konzepte sind nicht als Stand-by-Aktionen zu
betrachten. Aber darum kümmert sich doch unser
Marketing-/Vertriebsleiter. Tut er das wirklich? Kann er es zeitlich
überhaupt?
Natürlich lässt sich Pressearbeit inhouse gestalten, die
Realität, gerade in mittelständischen Unternehmen, sieht
jedoch meist anders aus: der Wille ist da, neben wichtigen
betriebwirtschaftlichen Entscheidungen bleibt dieser Bereich aber oft
„auf der Strecke“. Die Frage ist, ob mittelständische
Unternehmen nicht gut daran tun, sich professionelle Hilfe von
Außen zu holen. Damit Ihnen allerdings PR-Berater nichts
vormachen können, sollten Sie folgende sechs wesentliche
Grundsätze einer Erfolg versprechenden PR-Arbeit kennen:
- 1. Do it again and again
Nur wer – immer am
Ball – und in den Medien präsent ist, sichert sich auch die
Präsenz in den Köpfen der (potentiellen) Kunden. Und damit
die Märkte von morgen. „Pressearbeit - das haben wir schon
mal probiert, aber keine Reaktion bei den Redaktionen hervorgerufen."
Schnell lässt man sich von solchen negativen Erlebnissen
entmutigen und legt das Thema Öffentlichkeitsarbeit ganz zu den
Akten. Andere Firmen wiederum warten jahraus, jahrein auf den
großen Anlass, um an die Öffentlichkeit zu gehen. Dann
findet das Jubiläum endlich statt, das zur großen
journalistischen Attraktion aufgebaut wird, anschließend
versinken die PR-Aktivitäten aber wieder für weitere Jahre im
Dornröschenschlaf. Die Verwunderung ist groß, dass der
doch so große Auftritt so schnell verpufft und in Vergessenheit
gerät. Der einzige Garant für außergewöhnlichen
PR-Erfolg ist der Aufbau eines Netzwerkes zwischen Unternehmen und
Journalisten, um so eine regelmäßige Berichterstattung in
allen relevanten Medien sicher zu stellen. - 2. Das Ziel ist die Zielgruppe
Die
Geschmäcker der Menschen sind verschieden - auch die verschiedener
Redaktionen. Als PR-Experte müssen Sie auch einmal über den
Tellerrand hinaus blicken. Welche Themen sind für welche
Redakteure interessant? Haben Sie einen Presseverteiler erstellt,
der alle in Frage kommenden Redaktionen umfasst? Können Sie
diesen Verteiler so konzipieren, dass man beliebige Teilzielgruppen
variabel informieren kann? Eine Pressemitteilung über z. B. ein
Firmenjubiläum oder den 60. Geburtstag des Chefs ist durchaus
für den Gesamtverteiler denkbar und interessant. Für das
20-jährige Dienst-Jubiläum des Pförtners ist wohl eher
regionales Interesse gegeben. - 3. Schreiben wie die Profis
Tag
für Tag erreichen die Redakteure Papierberge an Informationen
und eine noch größere Flut von E-Mails. Wie also
verhindern, dass man in den nicht gewünschten Stapeln landet?
Journalistisch aufbereitete Beiträge werden bevorzugt. Denn
der Redakteur soll ohne viel Aufwand Texte redigieren können. Ziel
muss es sein, den Journalisten in der Flut von Informationen Hilfe
anzubieten, rationell und effektiv arbeiten zu können.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Ihre Pressearbeit "bemerkenswert" wird!