Laser aus dem Ferdinand-Braun-Institut für
Höchstfrequenztechnik (FBH) sind kaum größer als ein
Sandkorn und dabei außerordentlich leistungsstark, effizient und
zuverlässig. Diese Eigenschaften machen sie für eine Vielzahl
verschiedenster Anwendungen nutzbar: von der Sensorik über die
Displaytechnologie bis hin zu Weltraumanwendungen. Aktuelle
Laser-Entwicklungen präsentiert das FBH auf der Laser Optics
Berlin 2008 vom 17. bis 19. März auf dem Messegelände am
Funkturm.
Unter anderem präsentiert das Institut rote Laserdioden mit
exzellenten Strahleigenschaften, die beispielsweise im Projekt
FreshScan (Frischefleisch-Scanner) zum Einsatz kommen. Das insgesamt
nur etwa 2 x 1 Zentimeter große mikrosystembasierte
Diodenlasersystem zeichnet sich insbesondere durch seine extreme
Einfarbigkeit aus. Dabei wird das Laserlicht mit einem externen Gitter
spektral so exakt selektiert, dass es sich für Anwendungen in der
Sensorik eignet. Dies ist die Voraussetzung, um beispielsweise den
Frischezustand von Fleisch analysieren zu können. Die
Wellenlänge wird überaus präzise und langzeitstabil
eingestellt, in diesem Fall bei genau 671 Nanometern. Durch die Art des
Aufbaus, der Fachmann spricht vom Mikrosystem in externer Kavität,
kann die Wellenlänge flexibel auf spezifische Anforderungen
angepasst werden. Daher eignet sich dieses Konzept neben der Sensorik
für eine Vielzahl weiterer Anwendungen.
Darüber hinaus präsentiert das FBH eine leistungsstarke,
kompakte und effiziente Laserstrahlquelle, die sowohl für die
DNA-Analyse als auch die Displaytechnologie geeignet ist. Mithilfe der
Frequenzkonversion wird blaues Licht mit mehr als 400 Milliwatt
Ausgangsleistung erzeugt. Dieser Laser ist zudem fünfmal
effizienter als die üblicherweise verwendeten Gaslaser, deren
Wirkungsgrad unter einem Prozent liegt.
An dem parallel stattfindenden Kongress beteiligt sich das FBH unter
anderem mit zwei eingeladen Vorträgen: In einem gemeinsamen
Vortrag mit der TU Berlin geht es um den aktuellen Entwicklungsstand im
Projekt FreshScan, ein weiterer Vortrag zusammen mit dem
Max-Born-Institut beschäftigt sich mit Ultrakurzpulslasern auf
Halbleiterbasis.