Unter dem Motto "Die High Tech-Strategie der Bundesregierung fängt bei
den Kindern an" hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) die Innovationsliga ins Leben gerufen. Ziel ist es, den
naturwissenschaftlich-technischen Unterricht durch Patenschaften
zwischen Schulen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu fördern.
Schirmherrin ist Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr.
Annette Schavan.
In Analogie zu Sportligen symbolisiert der Name "Die
Innovationsliga" den internationalen Wettbewerb um die besten
Innovationen und die besten Köpfe. Wie im Sport benötigt man
dafür eingespielte Teams, gute Trainer, Spezialisten, Sponsoren,
Marketing und zahlreiche Partner.
So hat sich die
"Innovationsliga" zum Ziel gesetzt, 1.000 regionale Partnerschaften
zwischen Schulen, Unternehmen und Forschungsstätten aufzubauen.
Hier werden insbesondere die vom BMBF geförderten
OptecNet-Kompetenznetze mit ihren über 400 Mitgliedern aus
Wirtschaft und Wissenschaft mitwirken. Auch die Industrieverbände
der HighTech-Branche VDMA, SPECTARIS, VDI und ZVEI sowie die Messe
München unterstützen die Initiative.
Die
Aktivitäten reichen dabei von Gastvorlesungen an den Schulen,
regelmäßigen Firmen- bzw. Institutsbesuchen, der Einrichtung
von Experimentierplätzen für Schulversuche in
Universitäten, Beratung bei größeren Projekten,
Studienberatung für die älteren Schüler,
Einführungspraktika bis hin zum Sponsoring entsprechender
Schulausrüstung.
Die Technik Show auf der Abendgala wurde
vom Team der LASER. World of Photonics der Messe München
durchgeführt. Sie stellte insgesamt zehn Schulprojekte vor.
Nachfolgend werden drei von ihnen präsentiert:
 | 1. Informationstechnologien - Ideen von Schülern für Schüler Lennart Bernert, Christopher Schulz, Jan-Niklas Schulz, Florian Wilsdorf Gymnasium Raabeschule, IGS Franzsches Feld, Gymnasium Hoffmann-v.-Fallersleben-Schule, Braunschweig
|
"Ohne
Licht kein Internet" - unter diesem Motto machten sich die Schüler von
drei Braunschweiger Schulen in Teams im Projekt ITech³ anhand von
zahlreichen naturwissenschaftlichen Experimenten auf die Spur von
"Erzeugung, Wege und Speicher" von Informationen. Die gewonnenen
Erkenntnisse wurden den Mitschülern dann anschaulich und elementar
präsentiert.
Die Ausstellungsmacher setzen ihre Vorstellungen von
Wissenschaftskommunikation und Techniktransfer von der Universität
in die Schule um. Die technischen Lösungen, die das
ITech³-Team entwickelt und präsentiert, umfassen alle
Prinzipien der Informationsübertragung, angefangen vom
Wellenlängenmultiplexverfahren (WDM-Wavelength Division Multiplex)
bis hin zur Dispersionskompensation. Hierzu zählen auch
Eigenentwicklungen, wie z. B. der "fraktale Passwortschutz".
Unterstützt wurde die Gruppe von Intel GmbH, TU Braunschweig, Stiftung Niedersachsen Metall, Landesschulbehörde, Standort Braunschweig.
 | 2. LED - Licht der Zukunft, mit Martin Goetzeler, CEO Osram GmbH Katharina Bauer, Thomas Stolz, Marius Jürgensen, Anselm Räde, Susanna Räde Gymnasium Waldkraiburg, Gymnasium Vilsbiburg |
An den Gymnasien Waldkraiburg und Vilsbiburg wurde
in diesem Schuljahr eine Gruppe von 16 hochbegabten Schülerinnen
und Schülern gebildet, die sich in einer
schülerübergreifenden Kooperation am
FOCUS-Schülerwettbewerb 2008 zum Thema "Klimawandel" beteiligt.
Die Gruppe entschied sich für das Thema "LED - Das Licht der
Zukunft" und beschäftigt sich seit mehreren Wochen intensiv in
Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnern
mit:
- der technischen Grundlage, dem Einsatz und Energiespareffekt der LEDs
- der Lichtplanung für ein beispielhaftes LED-Haus der Zukunft und
- dem Bau einer eigenen LED-Leuchte.
Partner der Schüergruppe sind OSRAM, AUDI,
E.ON, Department Chemie und Biochemie der
Ludwig-Maximilian-Universität München sowie das Bayerische
Landesamt für Umwelt.
 | 3. Fotovoltaik für Sambia, mit Jan Hofer, Chefsprecher ARD Tagesschau Jens Krause, Julia von Gradowski, Katharina Nigbur, Guntram Seippel, Peter Martin Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule |
Seit 1986 bestehen Schulpartnerschaften zwischen
der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule (IDG) in Gladbeck und zwei Schulen im
afrikanischen Sambia, der Macha Secondary School und der St. Mark's
Secondary School. Einen Projektschwerpunkt bildete in den letzten
Jahren die Fotovoltaik, die fest im Technikunterricht der IDG verankert
und seit 2007 auch Teil des Zentralabiturs in NRW ist. So wurden im
Jahr 2005 im Technikunterricht entwickelte Solarkoffer zu den
Partnerschulen in Sambia gebracht, die u. a. die Reihen- und
Parallelschaltung, die Aufnahme der Kennlinie, die Bestimmung des MPPs
und die Ermittlung der Einstrahlungsabhängigkeit von Solarzellen
ermöglichen. Nachdem durch die Solarkoffer die Vermittlung der
technischen Grundlagen der Fotovoltaik gewährleistet wurde, haben
Schüler und Schülerinnen im Sommer 2007 an beiden sambischen
Partnerschulen Fotovoltaikanlagen installiert. Belohnt wurde das
Engagement mit der erfolgreichen Teilnahme am Ideenmacherwettbewerb
2007, unterstützt von Thyssen Krupp und WAZ.
Partner des Projektes sind die Rütgerstiftung und die Gladbecker Initiative IIZ-Gladbeck.NRW (Fa. Döllken).