Branchenthemen LASER World of PHOTONICS World of Photonics Congress LASER World of PHOTONICS China
HOME
FACHTHEMEN
BUSINESS LIFE
STICHWORTSUCHE
Partners  
 Newsletter abonnieren  Newsletter abonnieren

Mercateo - der Megahändler für Geschäftskunden im Internet

Seite drucken Seite weiterempfehlen  |   English
PRODUKTINNOVATION
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
Solarzellen im Siebdruck

Mit sperrigem Gepäck fahren Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE im Februar nach Tokio zur Nanotech 2008. Das Farbstoff-Solarmodul, das sie bei der BMBF-Marketing-Kampagne »Nanotech Germany« präsentieren, hat die Abmessungen einer Türe – zwei Meter hoch und 60 Zentimeter breit.

Die Kernkomponente der neuen Module ist ein organischer Farbstoff, der in Kombination mit Nanopartikeln Sonnenlicht in Strom umwandelt. Die Nanopartikel ermöglichen aufgrund ihrer geringen Größe, dass die Solarmodule semitransparent sind. Sie eignen sich daher für die Integration in Fassaden. Der Prototyp eines Solarmoduls, den die Forscher am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hergestellt haben, schimmert bernsteinfarben. Doch es lassen sich auch andere Farben herstellen und sogar Motive einarbeiten, sodass die Module wie Dekorscheiben aussehen. Damit ergeben sich ganz neue Anwendungsmöglichkeiten: Statt den Stromerzeuger aufs Dach zu montieren, kann man ihn in Glasfassaden integrieren. Die neue Technologie schützt auf diese Weise Gebäude vor störender direkter Sonneneinstrahlung und produziert zugleich Strom.

»Wir sehen die Farbstoff-Solarzelle nicht als Konkurrenz zur herkömmlichen Siliziumzelle«, sagt Dr. Andreas Hinsch, Physiker am ISE in Freiburg. Die ausgestellten Modulprototypen erreichen einen Wirkungsgrad von vier Prozent. Das ist für Anwendungen auf dem Dach im Vergleich zu kristallinen Siliziumsolarzellen noch zu gering. Doch hat die Technologie einen entscheidenden Vorteil für den Einsatz in Fassaden. Die hauchdünne stromerzeugende Schicht, die zwischen zwei Glasscheiben steckt, wird aus Nanopartikeln im Siebdruck aufgetragen, einem technisch ausgereiften Verfahren. Das macht es möglich, beliebige Motive einzuarbeiten. Eine Glasfassade aus diesem Material lässt sich dekorativ und werbewirksam gestalten, zum Beispiel mit einem bunten Firmenlogo, das obendrein Strom liefert.

Noch ist das Farbstoffmodul nur ein Prototyp. Diesen haben die Fraunhofer-Forscher zusammen mit namhaften Industriepartnern im Color-Sol-Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF entwickelt.

Die besondere Herausforderung bei der neuen Technologie war die Präzision: Der feine Spalt zwischen den beiden Glasscheiben muss hermetisch verschlossen sein, damit keine Luft die reaktiven Substanzen zerstört. Die Fraunhofer-Experten haben sich dabei etwas Besonderes einfallen lassen. Statt einen polymeren Kleber zu verwenden wie die Konkurrenz, arbeiten sie mit Glaslot: Glaspulver wird im Siebdruck aufgetragen und verschmilzt bei Temperaturen von rund 600 Grad mit den Scheiben. Dauertests bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen haben gezeigt, dass die Solarzellen auch nach mehreren tausend Stunden noch voll funktionsfähig sein können. Eine Zertifizierung der Langzeitstabilität der Farbstoff-Solarmodule steht jedoch noch aus.


ANALYSE-MÄRKTE-TRENDS
weitere Beiträge ( 42 )  weitere Beiträge ( 42 ) 
Bundesverband Solarwirtschaft e. V (BSW-Solar)
Das internationale Solarwachstum beschleunigt sich go
Dünnschichtmodule
Sonnige Aussichten in der Solarbranche go
Neudefinition des Kilogramms
Hohe Auszeichnung für neues Zeitmaß go
NEWS
weitere Beiträge ( 189 )  weitere Beiträge ( 189 ) 
EU-Forschungsprojekt
„PhotonicRoadSME“ unter der Beteiligung von OptecNet gestartet go
Ins Ziel mit dem hellsten Licht seiner Klasse
"Osram-Lambo" in lichttechnischer Höchtsform go
Jenoptik - Erdbeobachtungssystems RapidEye
Jenoptik stattet einzigartige Erdbeobachtungsmission mit fünf Multispektralkameras aus go
PRODUKTINNOVATION
weitere Beiträge ( 236 )  weitere Beiträge ( 236 ) 
Döhrer Elektrooptik - Schutzgläser
Schutzfenster - Laser Protection Window go
Trumpf - TruLaser Cell Serie 7000
Kürzere Prozesszeiten und mehr Flexibilität go
Konica Minolta - Lichtfarbmessgessgerät
Lichtfarbmessgerät exakt wie ein Spektroradiometer go
VERANSTALTUNG
weitere Beiträge ( 33 )  weitere Beiträge ( 33 ) 
LASER World of PHOTONICS 2009
„Light at work“ go
bayern photonics e.V. - Kommunikationsforum
Netzwerkarbeit hautnah erleben - Kommunikationsforum "Mitglieder stellen sich vor" go
Kongress Optische Technologien
Messe München führt Technik Show zum Start der Innovationsliga des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch go


LASER. World of Photonics 15. - 18. Juni 2009
World of Photonics Congress 14.-19. Juni 2009
LASER World of Photonics China 17. - 19. März 2009
 Aktuell - 05.09.2008
 zurück    top