In der Eurozone (EZ13) ist der Index der Auftragseingänge in der Industrie im November 2007 gegenüber dem Vormonat um 2,7% gestiegen. Im Oktober nahm der Index um 2,5% zu. In der EU27 haben die Auftragseingänge im November 2007 um 1,9% zugenommen, nachdem sie im Oktober3 um 5,5% gestiegen waren. Werden Schiff- und Bootsbau, Schienenfahrzeugbau sowie Luft- und Raumfahrzeugbau ausgenommen, so nahmen die Auftragseingänge in der Industrie im November 2007 in der Eurozone um 0,6% und in der EU27 um 0,5% zu.
Im Vergleich zum November 2006 erhöhte sich der Index der Auftragseingänge in der Industrie im November 2007 in der Eurozone um 11,9% und in der EU27 um 15,7%. Betrachtet man die Auftragseingänge ohne Schiff- und Bootsbau, Schienenfahrzeugbau sowie Luft- und Raumfahrzeugbau, so betrug der Anstieg in der Eurozone 6,6% und in der EU27 8,1%.
Diese Schätzungen werden von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften, veröffentlicht.
Monatliche Veränderungen
Im Vergleich zum Vormonat kam es im November 2007 zu einer Zunahme der Auftragseingänge im Fahrzeugbau um 7,3% in der Eurozone und um 3,4% in der EU27. Die Metallerzeugung und Herstellung von Metallerzeugnissen wiesen einen Anstieg um 5,8% bzw. 3,0% auf. Die chemische Industrie verzeichnete Anstiege um 2,7% in der Eurozone und 2,2% in der EU27. Der Index für elektrische und elektronische Erzeugnisse fiel in der Eurozone um 0,7%, während er in der EU27 um 1,2% stieg. Das Textil- und Bekleidungsgewerbe nahm um 0,9% bzw. 0,6% ab. Die Auftragseingänge im Maschinen- und Anlagenbau fielen in der Eurozone um 2,2% und in der EU27 um 2,7%.
Von den Mitgliedstaaten, für die Daten zur Verfügung stehen, verzeichneten im November 2007 acht Länder einen Anstieg der Auftragseingänge im auftragsorientierten verarbeitenden Gewerbe und neun einen Rückgang; in Spanien und Rumänien blieben die Auftragseingänge stabil. Die höchsten Zuwächse meldeten Portugal (+5,5%), Deutschland (+5,1%) und Italien (+3,4%). Die stärksten Rückgänge waren in Lettland (-12,9%), Irland (-10,4%) und der Tschechischen Republik (-10,3%) zu beobachten.
Jährliche Veränderungen
Im Vergleich zum November 2006 kam es im November 2007 zu einer Zunahme der Auftragseingänge im Fahrzeugbau um 28,7% in der Eurozone und um 41,2% in der EU27. Im Sektor Metallerzeugung und Herstellung von Metallerzeugnissen betrug der Zuwachs 10,1% bzw. 7,6%. Maschinen- und Anlagenbau nahmen um 9,2 in der Eurozone und 8,1% in der EU27 zu. Die chemische Industrie verzeichnete einen Anstieg um 8,5% bzw. 9,7%. Die elektrischen und elektronischen Erzeugnisse nahmen um 3,0% in der Eurozone und 6,3% in der EU27 zu. Der Index im Textil- und Bekleidungsgewerbe blieb in der Eurozone stabil und ist in der EU27 um 2,2% gestiegen.
Von den Mitgliedstaaten, für die Daten zur Verfügung stehen, verzeichneten im November 2007 siebzehn Länder einen Anstieg der Auftragseingänge im auftragsorientierten verarbeitenden Gewerbe, nur Lettland (-34,6%) und die Niederlande (-1,0%) einen Rückgang. Die kräftigsten Zuwächse verbuchten Polen (+46,1%), Rumänien (+23,2%), Litauen (+21,5%) und Dänemark (+20,6%).