"The sky is the only limit" - so könnte auch das Motto der deutschen Solarstromindustrie lauten. 2007 stieg die Zahl der vornehmlich auf deutschen Dächern montierten Solarstromanlagen nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft von rund 300.000 auf insgesamt 430.000 Anlagen. Dadurch steigerten die deutschen Photovoltaikhersteller ihren Umsatz um 23 Prozent auf rund 5,5 Milliarden Euro...
In Deutschland gingen 2007 so viele Solarstromanlagen ans Netz wie nie zuvor. Rund 1.100 Megawattpeak Solarstromleistung erbringen die neu installierten Anlagen. Insgesamt sind derzeit Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 3,8 Gigawattpeak in Betrieb - mehr als genug, um ganz Hamburg mit Haushaltsstrom zu versorgen.
Vom Solarboom profitieren die deutschen Photovoltaik-Hersteller, ihre Zulieferer und auch die Handwerker vor Ort. Im vergangenen Jahr stieg nicht nur der Umsatz um einen zweistelligen Prozentsatz, sondern auch die Beschäftigung. 10.000 neue Arbeitsplätze schafften die deutschen Solarunternehmen 2007 und steigerten die Gesamtbeschäftigtenzahl der Branche auf 40.000.
Auch im laufenden Jahr soll nach Ansicht des Bundesverbandes Solarwirtschaft das Marktwachstum im zweistelligen Prozentbereich bleiben. Die Anzeichen im Markt stimmen optimistisch: Die Branche investierte 2007 rund 1,5 Milliarden Euro am Standort Deutschland. Niemals zuvor brachten die Unternehmen mehr Geld für den Auf- und Ausbau der Produktion und für Forschung und Entwicklung auf. Derzeit sind 15 neue Solarfabriken, größtenteils Dünnschicht-Fabriken, am Standort Deutschland in Bau oder Planung. Die technologischen Fortschritte in der Massenfertigung und Produktinnovationen sorgen für sinkende Preise bei weiter steigender Qualität.
Die Investitionen in neue Anlagen und Technologien zahlen sich aus: Nach jüngsten Hochrechnungen des Marktforschungsunternehmens EuPD Research konnten die deutschen Solarhersteller ihren Produktionsausstoß 2007 gegenüber dem Vorjahr erheblich steigern. Rund 45 Prozent mehr Solarzellen und deutlich über 50 Prozent mehr Solarwafer und Solarmodule liefen 2007 vom Band. Experten gehen davon aus, dass Solarstrom langfristig rund ein Viertel der deutschen Stromversorgung decken kann und die Photovoltaikbranche sich zu einer globalen Leitindustrie entwickeln wird.
Deutschland zählt in der Photovoltaik zu den Technologieführern und könnte in Zukunft weltstärkster Exporteur werden. Dabei können die deutschen Photo-voltaikunternehmen massiv vom weltweiten Solarboom profitieren. 2007 exportierten sie Waren im Wert von zwei Milliarden Euro, im Jahr zuvor waren es 1,5 Milliarden Euro. Die Marktöffnung in weiten Teilen Südeuropas und Nordamerikas trug dazu bei, dass die Exportquote um rund vier Prozent auf 38 Prozent anwuchs. Langfristig strebt die Solarindustrie einen Exportanteil von 70 Prozent wie im Windanlagen- und Maschinenbau an. Der Bundesverband Solarwirtschaft rechnet mit einem jährlichen globalen Marktwachstum von 20 bis 30 Prozent in den nächsten Jahren.
Weitere Informationen beim Bundesverband Solarwirtschaft
www.solarwirtschaft.de