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PRAXIS
Gehaltsgespräch
Die 8 Fallen beim Gehaltsgespräch

Sind Sie überzeugt, dass Sie eigentlich mehr verdienen, als Sie verdienen? Sind Sie immer öfter unzufrieden mit dem was auf Ihrem Konto landet? Vermeiden Sie folgende 8 Fallen und überzeugen Sie Ihren Boss von der Notwendigkeit eines Gehaltszuschlags.

1. Falle: Vage Zusagen
Lassen Sie sich nicht mit einer vagen, das heißt, einer zeitlich oder inhaltlich nicht eindeutig formulierten Zusage abwimmeln:

  • „Ich kümmere mich schon darum.“
  • „Sie wissen doch, dass ich mich schon immer für Sie eingesetzt habe.“
  • „Darüber muß ich mir mal (ernsthafte) Gedanken machen.“
  • „Warten Sie doch ab, bis wir demnächst das ganze Gehaltsgefüge überdenken.“ Bitten Sie um eindeutige und klare Zielvereinbarungen.

2. Falle: Entweder-oder-Strategie des Chefs
Lassen Sie sich nicht ins „Boxhorn jagen“, wenn Ihr Chef auf Ihren Gehaltswunsch so reagiert: „Heißt das, wenn wir uns über eine Gehaltserhöhung nicht einigen, wollen Sie das Unternehmen verlassen?“ Kommen Sie auf das eigentliche Thema zurück und bitten Sie Ihren Chef, über seine Einschätzung Ihrer Leistung zu sprechen.

3. Falle: Mitarbeiterbefragung
Seien Sie nicht überrascht, wenn Ihr Chef meint, er müsse erst mit Ihren Mitarbeitern sprechen, um herauszufinden, ob Ihre Leistung wirklich so „großartig“ sei. Stimmen Sie einer Mitarbeiterbefragung zu, bestehen Sie aber unbedingt auf Ihre Anwesenheit.

4. Falle: Angriffe auf Ihr Selbstvertrauen
Chefs, denen es an Sozialkompetenz mangelt, bringen gern das Selbstvertrauen Ihrer Mitarbeiter ins Wanken. Beispiele:

  • „Was, soviel Geld wollen Sie verdienen, wer sind Sie denn ?“
  • „Sie sollten bescheidener auftreten. In Ihrem Alter habe ich . . .“
  • „Ja, haben Sie denn vergessen, welche Fehler Sie schon gemacht haben?“

Bitten Sie Ihren Chef, den Stellenwert Ihrer Fehler/Ihrer Forderungen im Gesamt-Zusammenhang Ihrer messbaren Leistungen zu bewerten.

5. Falle: Es gibt doch Wichtigeres
„Geld allein macht nicht glücklich“, sagt so mancher Chef. Er reagiert „philosophisch“, dass doch Geld eigentlich das Unwichtigste in dieser Welt sei. Stoppen Sie diesen Fluchtweg mit dem Hinweis, dass Sie sich gerne mit ihm über ein gerechtes Gehalt unterhalten möchten.

6. Falle: Der Chef eröffnet Nebenkriegsschauplätze
Wenn Ihr Chef ausweichen und vom eigentlichen Anliegen ablenken will, fragt er:

  • „Haben Sie sich eigentlich schon mal Gedanken gemacht, wovon wir im nächsten Jahr die Gehälter bezahlen sollen?“
  • „Haben Sie eigentlich eine Ahnung, was im Moment auf unseren Märkten so abgeht?“
  • „Haben Sie eigentlich in der Zwischenzeit Ihren Mitarbeiter Schulz im Griff . . .?“

Wiederholen Sie das Ziel des Gesprächs, um das Sie bei Ihrem Chef nachgesucht haben.

7. Falle: Ihr Chef wird vertraulich
Manche Chefs versuchen von der sachlichen auf eine „emotionale“ Ebene zu wechseln oder sie werden ärgerlich, mit Sätzen wie:

  • „Mensch, wenn Sie wüssten, wie dreckig es mir im Augenblick geht.“
  • „Wir beide haben doch immer an einem Strang gezogen, tun Sie mir das doch bitte nicht an.“
  • „Haben Sie doch Verständnis; damit komme ich nie bei der Personalabteilung/Geschäftsführung durch.“

Wechseln Sie von der emotionalen auf die sachliche Ebene, indem Sie einerseits Verständnis signalisieren, aber andererseits auf das eigentliche Gesprächsziel zurückkommen.

8. Falle: Ihr Chef reagiert ärgerlich
Manche Chefs entrüsten sich über Ihre Gehaltsforderung so:

  • „Wie kommen Sie dazu, gerade jetzt mehr Gehalt zu fordern, kennen Sie eigentlich unsere Gewinn- und Verlustrechnung?“
  • „Ich habe schon genug Ärger am Hut, können Sie sich nicht einen anderen Termin aussuchen?“

Wechseln Sie ebenfalls von der emotionalen auf die sachliche Ebene, indem Sie einerseits Verständnis signalisieren, aber andererseits auf das eigentliche Gesprächsziel zurückkommen.


Quelle
Fachverlag für Recht und Führung
Theodor-Heuss-Str. 4
53095 Bonn
Telefon 0228/9 55 01 30
Telefax 0228/35 97 10
www.vorgesetzter.de



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