"Deutschland ist auf dem Gebiet der Optischen Technologien mit an der Weltspitze. Diese Position müssen wir sichern und weiter ausbauen." Dieses Statement der Bundesforschungsministerin Annette Schavan wird untermauert von den Ergebnissen einer aktuellen Marktstudie, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Auftrag gegebenen und erst jüngst veröffentlicht hat.
Die Hersteller Optischer Technologien in Deutschland erwirtschafteten laut der BMBF-Studie im Jahr 2005 einen Umsatz von 16,3 Milliarden Euro. 101.500 Beschäftigte zählt dieser Wirtschaftszweig hierzulande, 86.700 davon sind bei Optik-Herstellern tätig, alle weiteren bei den Zulieferern für Optische Technologien. Im nächsten Jahrzehnt erwartet die Branche einen Zuwachs des Produktionsvolumens von 8,5 Prozent jährlich. Die Zahl der Beschäftigten soll bis zum Jahr 2015 um 41.400 auf dann 142.900 Mitarbeiter steigen.
Was den Status von Qualität "Made in Germany" betrifft, haben die deutschen Unternehmen keinen Zweifel: Sie rechnen damit, dass die Optische Industrie der Bundesrepublik zusätzliche Anteile an den Weltmärkten erobern wird.
Ein weiteres Resümee der Studie ist, dass viele Bereiche der Optischen Technologien vor dem Schritt zur integrierten industriellen Fertigung stehen. Damit zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab wie in der Halbleiterfertigung vor 30 Jahren. Dies betrifft die Laserquellen selbst, aber auch Lichtquellen wie Leuchtdioden (LED) und Organische Leuchtdioden (OLED). Einen hervorragenden Überblick über modernste Produktionstechnologien in der Elektronikindustrie bietet übrigens die vom 13. bis 16. November 2007 auf dem Gelände der neuen Messe München stattfindende Productronica 2007 (www.productronica.de).
Mit diesem Technologiesprung könnten deutsche Unternehmen ihre Marktposition weiter ausbauen. Deshalb braucht die Branche jetzt neue Ideen und verstärkte Investitionen sowie eine Sicherung des Nachwuchses. Auch die Erforschung von Schlüsselfragen wie beispielsweise die Entwicklung von hochauflösenden Sensoren für Anwendungen in der Medizintechnik muss vorangetrieben werden.
Die Marktstudie basiert auf internationalen Statistiken und Gesprächen mit zahlreichen Unternehmen. Die kompletten Ergebnisse stehen
im Internet als pdf-File zum Download bereit.