Neues Pressverfahren von SCHOTT erlaubt erstmals die hochpräzise Massenproduktion diffraktiver optischer Elemente aus Glas.
Bisher ließen sich massentaugliche diffraktive optische Elemente nur aus Kunststoff fertigen – mit den bekannten Nachteilen wie hohen Streuverlusten, geringer Temperatur-, Feuchte-, Laserbeständigkeit und geringer chemischen Resistenz. Die Alternative kommt von SCHOTT: Der internationale Technologiekonzern aus Mainz produziert ab sofort diffraktive optische Elemente aus optischem Glas. Diese Elemente sind hoch präzise und effizient und lassen sich mithilfe des Präzionsblankpress-Verfahrens in großen Stückzahlen herstellen.
Aus modernen Laser- Sensor-, Beleuchtungs- und Abbildungsoptiken sind sie nicht mehr wegzudenken: diffraktive Optiken. Diese winzigen Elemente, die Licht auf engstem Raum beugen und zu exakt geformten Strahlen in die gewünschte Richtung bündeln und lenken, sind der Schlüssel zur Miniaturisierung optischer Systeme. Bisher werden solche Elemente für die Serienanwendung aus Kunststoff hergestellt, oder mittels aufwändiger und damit kostenintensiver Lithografieverfahren und Ätzprozesse überwiegend aus Quarzglas gefertigt.
Neue diffraktive optische Elemente (DOEs) aus hochbrechendem Glas von SCHOTT besitzen eine hohe Beugungseffizienz bis zu 95 Prozent. Sie halten hohe mechanische, thermische und chemische Belastungen aus und ermöglichen die Kombination verschiedener optischer Funktionen in einem Element: DOEs können als geblazte Beugungsgitter, Computer generierte Hologramme (CGH) und als Fresnel-Zonenlinsen hergestellt werden.
Herz des neuartigen Fertigungsprozesses ist das von SCHOTT entwickelte Blankpress-Verfahren, das sich bereits seit vielen Jahren bei der Herstellung größerer asphärischer Linsen für Sensoren, Kameras und Projektoren aber auch bei der Produktion von Mikrolinsen bewährt hat.
SCHOTT ist es jetzt gelungen, das Blankpress-Verfahren auch für die Produktion diffraktiver optischer Elemente zu nutzen und in einem Fertigungsschritt die Kontur des hochpräzisen Formwerkzeuges tausende Male exakt gleich in die Glasoberfläche zu pressen. „Kein anderes Unternehmen kann solche Optiken mit dieser reproduzierbaren Präzision herstellen“, ist sich Helge Vogt, Manager New Products bei der SCHOTT AG sicher. Die neuen diffraktiven optischen Elemente sind ab sofort erhältlich.