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MäRKTE-TRENDS
MMI/ks
In diesen europäischen Ländern lohnen Investitionen

Deutsche Unternehmen halten sich meist noch zurück, wenn es um Investitionen in die neuen EU-Länder geht. Sie nehmen sich damit jedoch alle Chance vom dynamischen Wachstum in Ländern wie Estland und Lettland sowie Slowenien, Bulgarien oder Rumänien zu profitieren. Investitionshürden wie mangelnde wirtschaftliche Freiheit, Korruption, fehlende Infrastrukturen und mangelnde Konsumausgaben gehören in diesen Ländern längst der Vergangenheit an und werden sich in Zukunft weiter rasant verbessern. Das geht aus einer aktuellen Studie der Top-Managementberatung A.T. Kearney zu den Wachstumspotenzialen der EU-Länder hervor. Für deutsche Unternehmen geht es nun darum, gezielt die „Hot Spots“ des Wachstums aufzuspüren und mit gezielten Investitionen für sich zu nutzen. Die Erfolgsfaktoren sind dabei weitreichende Marktkenntnis, das richtige Timing und schließlich Konsequenz und Reaktionsfähigkeit bei der Umsetzung.

„Der erweiterte Europäische Binnenmarkt bietet für westliche Unternehmen alle Voraussetzung für attraktive Investitionen: dynamisches Wachstum, grundsätzliche Rechtssicherheit und Konvergenz der Märkte. Umso verwunderlicher ist es, dass deutsche Unternehmen hier vergleichsweise meist noch sehr zurückhaltend agieren“, sagt Stefan Höffinger, Leiter der Studie und Vice President Central Europe bei A.T. Kearney.
Bei der erfolgreichen Erschließung dieser Potenziale ist zunächst einmal weitreichende Marktkenntnis gefragt. Im Mittelpunkt steht dabei die Fokussierung auf die besonders dynamischen Regionen, wobei nicht absolute Größe, sondern vielmehr Dynamik und Vernetzbarkeit einer Destination entscheidend sind. Im Rahmen einer konsequenten Implementierung sind ein optimales Timing, eindeutige Entscheidungspunkte im Prozess und die Selektion der besten Optionen die Basis dafür, „Early Mover“-Vorteile zu generieren und strategisch wichtige Marktpositionen frühzeitig zu besetzen.

„In Hinblick auf Direktinvestitionen in Richtung Osteuropa ist man in Deutschland bisher auf Ungarn, Polen und Tschechien fokussiert. In den neuen EU-Ländern haben in dieser Hinsicht Investoren aus anderen Ländern die Nase vorn. So kommen bisher in Litauen lediglich 11 Prozent, in Slowenien 9 Prozent, in Bulgarien 4 Prozent und in Estland sogar nur 2 Prozent aller ausländischen Direktinvestitionen aus Deutschland.

Investitionshürden sind Vergangenheit – Wachstumspotenziale enorm
„Nicht zuletzt durch den EU-Beitritt sollten deutsche Unternehmen ihre zum Teil noch vorhandenen Bedenken schleunigst über Bord werfen. Diese gehören nämlich in den von uns untersuchten Ländern längst der Vergangenheit an“, sagt Höffinger. So ist in allen Ländern mittlerweile eine Rechtssicherheit nach westlichen Standards gegeben. Ein wirtschaftliches Risiko durch Korruption ist kaum noch vorhanden. „Zudem haben wir ein enormes Wachstumspotenzial der Konsumausgaben vor allem in den Metropolen und Infrastrukturknotenpunkten der baltischen Staaten und Rumäniens festgestellt“, so Höffinger: „Hinzu kommt, dass die Kohäsionsinstrumente der EU sicherlich einen verstärkten Aufholprozess in Gang setzen werden. Das hat vor allem Irland bereits bewiesen. In Osteuropa sollen zwischen 2007 und 2013 über 150 Milliarden Euro aus dem Struktur- und dem Kohäsionsfonds ausgezahlt werden.“

Auch aus unternehmerischer (Kosten)-Perspektive sind die neuen EU-Länder äußerst attraktiv und die Unterschiede in diesem Bereich enorm. So stehen beispielsweise den monatlichen Industrie-Arbeitskosten Deutschlands in Höhe von 3.914 Euro Werte von 533 Euro in Litauen, 415 Euro in Lettland, 353 Euro in Rumänien und 231 Euro in Bulgarien gegenüber. Ähnlich sieht es bei anderen wichtigen Kostenindikatoren wie Energiekosten, Büromieten und auch dem Unternehmenssteuersatz aus. Hier reicht die Spannweite von 38 Prozent in Deutschland bis zu 10 Prozent in Bulgarien.

„Baltische Tiger“ Lettland, Estland und Litauen
Das Baltikum ist eine relativ kleine, aber sehr dynamische Region mit dem stärksten Wachstum in der gesamten EU-Region: „Lettland und Estland entwickeln sich in wirtschaftlicher Hinsicht mit einer Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 11,7 bzw. 11,5 Prozent sogar noch schneller als China mit 10,7 Prozent“, stellt Höffinger heraus: „Estland, Lettland und Litauen sind mit ihren insgesamt sieben Millionen Einwohnern zwar relativ kleine Märkte. Durch die Nähe zu Russland entwickeln sie sich jedoch immer mehr zur Drehscheibe zwischen Ost und West.“

Estland wird dabei wirtschaftlich vornehmlich von der geografischen Nähe zu Schweden und Finnland bestimmt. Hierher kommen auch die bestimmenden Investoren. Die Konsumausgaben haben sich in Estland über die letzten zehn Jahre mehr als verdoppelt. Estland besitzt von allen EU-Staaten das einfachste Steuersystem. Einbehaltene Gewinne werden gar nicht und ausgeschüttete Gewinne und Einkünfte natürlicher Personen mit einem einheitlichen Steuersatz von 24 Prozent besteuert.

Auch Lettland wird für internationale Investoren immer attraktiver. Nicht zuletzt auch weil Unternehmen in Lettland mit ihren weltweiten Gewinnen einem Steuersatz von 15 Prozent unterliegen. Darüber hinaus gibt es Steuerbegünstigungen für bestimmte Investitionen wie beispielsweise Gebäude, Maschinen und Ausstattung. Litauen ist mit etwa 3,4 Millionen Einwohnern die größte der drei Baltenrepubliken und die litauische Wirtschaft wird vor allem durch die Nähe zu Russland bestimmt. Um das Steuersystem zu vereinfachen, wurde für Unternehmen eine „Flat Tax“ in Höhe von 15 Prozent eingeführt – für kleinere Unternehmen gelten pauschal sogar nur 13 Prozent. Des Weiteren werden ausländischen Unternehmen in Gewerbeparks und freien Wirtschaftszonen zahlreiche Anreize geboten. Die Hauptstätte Riga (Lettland) und Tallinn (Erstland) kristallisieren sich zu Knotenpunkte für die gesamte Region und langfristig auch für ganz Europa heraus.
Slawische Musterschüler Slowenien, Rumänien und Bulgarien
Die wirtschaftliche Erfolgsgeschichte Sloweniens liegt vor allem begründet in der klugen und nachhaltigen Finanz- und Wirtschaftspolitik des Landes. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Slowenien im Vergleich die höchsten Einkommen, die niedrigsten Rechts- und Korruptionsrisiken und den höchsten Lebensstandard aufweist und als erstes neues EU-Mitglied bereits den Euro eingeführt hat. Ein wesentlicher „Hot Spot“ des rasanten Wachstums ist der Mittelmeerhafen Koper als kürzeste Transportroute zwischen Süd-Ost-Europa und dem Mittelmeer sowie dem Fernen Osten. „Koper genießt den EU-Status eines Border Inspection Posts (BIP). Ein Importeur kann also dort alle notwendigen Kontrollen und Verwaltungsprozesse erledigen, und seine Güter danach ohne weitere Maßnahmen in jedes Mitgliedsland transportieren. Dadurch eignet sich Koper ideal als Logistik- und Distributionszentrum für internationale Unternehmen, welche die Märkte in Süd-Ost-Europa bearbeiten wollen“, so Höffinger.

Bulgarien und Rumänien bestechen vor allem durch einen Markt von insgesamt nahezu 30 Millionen Einwohnern. Als besonders wachstumsstark hat die A.T. Kearney-Studie hier die Schwarzmeerküste und das Donaudelta mit dem „Hot Spot“ Constanta identifiziert. Der Hafen hat sich zu einem wichtigen Verbindungspunkt zwischen den Donauländern und den Anrainerstaaten des Schwarzen Meers entwickelt mit dem erklärten Ziel, das „Rotterdam des Ostens“ zu werden. Constanta ist bereits der größte Hafen im Schwarzen Meer und der Warenumschlag wächst um 8 Prozent pro Jahr.

Weitere Informationen: http://www.atkearney.de


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