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MMI/ks
Europäische Haushaltsgerätehersteller werden ihre Selbstverpflichtung zur Energieeffizienz nicht erneuern

Europäische Haushaltsgerätehersteller haben sich dazu entschlossen, ihre freiwillige Selbstverpflichtung zur Energieeffizienz von Haushaltsgeräten nicht zu erneuern. Anstelle der Selbstverpflichtung ist eine gesetzliche Regelung erforderlich.

  • 22 Millionen Tonnen CO2 Emissionen könnten jedes Jahr vermieden werden, wenn alle installierten Haushaltsgeräte in der EU, die älter als 10 Jahre sind, erneuert würden.
  • Internationale Institutionen wie WTO oder Weltbank sollten miteinbezogen werden, um sicher zu stellen, dass energieeffiziente Haushaltsgeräte von Anbeginn in Haushalten in Entwicklungsländern angeschlossen werden. Um das Ziel der Energieeffizienz zu erreichen, macht es keinen Sinn, veraltete und ineffiziente Technologien in den nächsten Jahrzehnten weiter zu verwenden.
  • Regulierungen und Gesetze müssen verstärkt werden.

Im Vorfeld der Internationalen Konferenz "Energieeffizienz. Die Welt von morgen gestalten", die am 20. und 21. April 2007 im Rahmen der EU und G8 Präsidentschaft in Berlin stattfindet, forderten die Haushaltsgerätehersteller in Europa, vertreten durch den Industrieverband CECED (1), in Berlin einen weltweiten Ansatz zur Energieeffizienz. Drei Vertreter von Europäischen Herstellern betonten die Notwendigkeit der Erneuerung von alten und ineffizienten Haushaltsgeräten, die immer noch in Betrieb sind, durch moderne energieeffiziente Geräte. Für Haushalte, die erstmals Haushaltsgeräte erwerben, sollten energieeffiziente die einzige Wahl sein. Dies ist besonders wichtig in Entwicklungsländern, um nicht den momentanen Bestand von Energie fressenden Geräten, die über Jahrzehnte in Betrieb bleiben, zu vergrößern. Es wurde auch hervorgehoben, dass die Umsetzung von Gesetzen dringend erforderlich ist, um eine wirkliche Reduktion von CO2 Emissionen sowie einen fairen Wettbewerb sicher zu stellen.

"Wir fordern die Entscheidungsträger Europas und anderer Länder dazu auf, Programme ins Leben zu rufen, die das Konsumentenbewusstsein erhöhen und die Verbreitung von moderner Technologie in den Haushalten beschleunigen", erklärte Luigi Meli, Generaldirektor des CECED.

Viktor Sundberg, Vizepräsident des Electrolux betonte, Regierungen hätten ein enormes Potenzial, um CO2 Emissionen zu reduzieren. "22 Millionen Tonnen CO2 Emissionen könnten jedes Jahr in Europa vermieden werden, wenn man die 188 Millionen veralteten und energieineffizienten Haushaltsgeräte, die noch in Betrieb sind, ersetzen würde. Auf globalem Niveau ist die Situation noch dramatischer. Die Politik muss ihre Richtung ändern und nicht länger nur den Blick auf die Kriterien für neue Produkte richten, sondern auch auf die Erneuerung von alten Produkten."

Ralf-Jürgen Striek, Vizepräsident der Bosch und Siemens Hausgeräte, betonte, dass die Haushaltsgerätehersteller sich dazu entschlossen hätten, ihre langjährige Selbstverpflichtung nicht fortzuführen und nun eine klare Europäische Gesetzgebung fordern, falls neue Mindest- Energieeffizienzgrenzen eingeführt werden sollen.
Die Industrie unterstützt die Entwicklung von internationalen Bewertungsstandards, die einen besseren Vergleich von Produkten und Regelungen erlauben. "Wir müssen ein positives internationales Umfeld kreieren, in dem Firmen im Wettbewerb für etwas Besseres stehen. Die Entwicklung von internationalen Bewertungsstandards wird hilfreich sein, jede künstliche Barriere für den Zugang zu der besten momentan verfügbaren Technologie für die Haushalte aufzuheben", sagte Striek.

Die Vizepräsidentin von Whirlpool, Irene Bellew, machte deutlich: "Das Erreichen von ehrgeizigen Energieeffizienzzielen und die Gewährleistung einer effektiven Umsetzung der Gesetze sind zwei Seiten der selben Medaille. Wir können die Umweltschutzziele nicht erreichen ohne ein globales Vorgehen gegen unehrliche Produzenten und Free-rider." Ihrer Aussage nach sollte "das Prinzip der geteilten Verantwortung zwischen den Behörden verschiedener Länder durch bilaterale Freihandelsabkommen eingeführt werden." Damit könne sichergestellt werden, dass die Qualität der gehandelten Güter überall vergleichbar sei. Im Falle von Schwierigkeiten sollte die Beweislast auf dem exportierenden Land liegen. Koordinierte Maßnahmen gegen Eco-Dumping und Free-Riding sind erforderlich, um weltweiten fairen Handel zu sichern." Frau Bellew betonte auch die Notwendigkeit, dass die Welthandelsorganisation und die Weltbank energieeffiziente Technologie weltweit fördern.

Die Industrievertreter forderten Transparenz und Einbindung von Interessensvertretern in die Diskussion, die sowohl in der G8 als auch in anderen internationalen Verhandlungen aktuell an Bedeutung gewinnt.



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