Die Arbeitskosten pro Stunde sind in der Eurozone (EZ12) im vierten Quartal 2006 nominal mit einer jährlichen Rate von 2,4% gestiegen, gegenüber einem Anstieg von 2,5% im vorigen Quartal. In der EU25 lag die jährliche Steigerungsrate im vierten Quartal 2006 bei 2,7%, nach einem Anstieg um 3,0% im vorangegangenen Quartal.
Die beiden Hauptkomponenten der Arbeitskosten sind Löhne und Gehälter sowie Lohnnebenkosten. In der Eurozone stiegen die Löhne und Gehälter im vierten Quartal 2006 mit einer jährlichen Rate von 2,5%, während bei den Lohnnebenkosten ein Anstieg um 2,2% zu verzeichnen war; im dritten Quartal 2006 hatten die Steigerungen bei 2,7% bzw. 2,2% gelegen. In der EU25 stiegen die Löhne und Gehälter im vierten Quartal 2006 um 2,8% und die Lohnnebenkosten um 2,3%. Im Vorquartal waren Steigerungsraten von 3,2% bzw. 2,0% verzeichnet worden.
Bei einer Aufschlüsselung nach Wirtschaftszweigen zeigt sich, dass in der Eurozone im vierten Quartal 2006 die Arbeitskosten pro Stunde in der Industrie mit einer jährlichen Rate von 2,2%, im Baugewerbe von 2,6% und im Dienstleistungssektor von 2,5% gestiegen sind. In der EU25 stiegen die Arbeitskosten um 2,5% in der Industrie, und um 2,8% im Baugewerbe sowie im Dienstleistungssektor.
Diese Daten werden von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften, veröffentlicht.
Mitgliedstaaten
Von den Mitgliedstaaten, für die Daten aus dem vierten Quartal 2006 vorliegen, die im Jahresvergleich geringsten Anstiege in Deutschland (1,2%), Malta (1,7%) und Schweden (2,0%) verbucht wurden. Die im Jahresvergleich größten Zuwächse wurden in Lettland (26,9%), Litauen (19,7%), Estland (17,6%) und Ungarn (10,8%) festgestellt.
Der jährliche Zuwachs bei den Löhnen und Gehältern lag zwischen 1,0% in Deutschland und 27,2% in Lettland. Bei den Lohnnebenkosten reichte die Skala der Veränderungen von -1,4% in Malta bis 26,2% in Lettland.