Europa schließt auf dem Gebiet der Innovation immer mehr zu den USA auf. Dies verdankt es hauptsächlich den nordischen Ländern, die hier Vorreiter sind.
Laut dem neuesten Innovationsanzeiger der EU schließt sich die Innovationslücke zwischen der EU und den USA seit 2003 immer mehr. Dabei waren Dänen, Deutsche, Finnen und Schweden führend, und im weltweiten Vergleich setzten sie sich sogar an die Spitze. Auch beim lebenslangen Lernen ist die Teilnahme ausgezeichnet. Die Schweden waren mit 35 % führend, der europäische Durchschnitt liegt bei 11 %.
Der von einem Forschungsinstitut in Maastricht veröffentlichte Innovationsanzeiger stuft die Wirtschaft von 34 Ländern aufgrund von 25 Indikatoren ein, darunter Bildung und Ausbildung, Investitionen in moderne Technologien, FuE-Ausgaben und Zahl der verliehenen Patente. Untersucht wurden die USA, Japan und die EU, sowie auch Kroatien, die Türkei, Island, Norwegen und die Schweiz.
Die Autoren haben die Länder in folgende vier Gruppen unterteilt:
Die Führungsgruppe: Schweden, Schweiz, Finnland, Dänemark, Deutschland und Japan
Die Verfolger: Vereinigtes Königreich, Island, Frankreich, Niederlande, Belgien, Österreich, Irland und USA
Die aufholenden Länder: Slowenien, Tschechische Republik, Litauen, Portugal, Polen, Lettland, Griechenland, Bulgarien, Zypern und Rumänien
Die Nachzügler: Estland, Spanien, Italien, Malta, Ungarn, Kroatien und Slowakei
Die „Nachzügler“ liegen deutlich unter dem Innovationsdurchschnitt der gesamten EU und benötigen umfangreiche Investitionen, um ihren Rückstand aufzuholen.
Luxemburg, Norwegen und die Türkei lassen sich in keine dieser Gruppen einordnen.
Laut einer Erhebung von Eurostat, dem statistischen Amt der EU, sind über 40 % der europäischen Unternehmen innovativ tätig. Dabei arbeiten sie häufiger mit Kunden und Lieferanten zusammen als mit Hochschulen und öffentlichen Forschungseinrichtungen.